Kampfjet-Projekt geplatzt: So verhöhnte Frankreich die Deutschen schon vor dem Bruch
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Das deutsch-französisch-spanische Kampfjetprojekt FCAS ist nach jahrelangen Streitigkeiten endgültig geplatzt. Zwischen dem französischen Flugzeugbauer Dassault und Airbus hatte es zuletzt massive Differenzen über Zuständigkeiten, Patente und die Führungsrolle im Projekt gegeben.
FCAS („Future Combat Air System“) sollte ursprünglich zum Herzstück der europäischen Luftverteidigung werden. Geplant war ein Verbund aus einem Kampfjet der nächsten Generation, Drohnen und digital vernetzten Waffensystemen. Das Projekt galt als eines der wichtigsten deutsch-französischen Rüstungsvorhaben überhaupt.
„Die Deutschen können ruhig murren“
Das Aus kommt nicht überraschend. Wie tief die Gräben zwischen den Partnern bereits im vergangenen Jahr waren, zeigte der Chef des französischen Rüstungskonzerns Dassault Aviation, Éric Trappier. Gegenüber Medien reagierte er auf deutsche Kritik demonstrativ gelassen: „Wenn sie es allein machen wollen, sollen sie es doch tun. Die Deutschen können ruhig murren. Wir wissen hier, wie es geht.“
Trappier machte damals deutlich, dass Frankreich notfalls auch ohne Deutschland einen neuen Kampfjet entwickeln könne. Als Vorbild verwies er auf den Rafale-Kampfjet, den Frankreich nach dem Scheitern früherer europäischer Kooperationen ebenfalls eigenständig gebaut hatte.
Mit dem nun bevorstehenden Ende von FCAS wirkt die Aussage des Dassault-Chefs wie eine Vorwegnahme der aktuellen Entwicklung. Aus dem einstigen Prestigeprojekt europäischer Zusammenarbeit ist damit vorerst ein Symbol für das Scheitern deutsch-französischer Industriepolitik geworden.
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