Katholische Kirche knallhart: Keine AfD-Mitglieder in Laienämtern
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AfD-Mitglieder sind hier nicht willkommen!
Diese Meinung hat Irme Stetter-Karp und ihre Meinung hat Gewicht. Denn sie ist die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken: „Die AfD ist im Verlauf der Jahre immer weiter nach rechts gerückt,” sagte sie dem Portal Kirchen und Leben. So sei es eindeutig, dass antisemitische, rassistische und menschenverachtende Haltungen und Äußerungen keinen Platz in einer katholischen Organisation hätten.

Christen in der AfD kritisieren die Aussagen von Stetter-Karp
Auch die CDU ist im Fadenkreuz von Stetter-Karp
Doch die Präsidentin geht noch weiter: „Ein aktives Eintreten für die Partei widerspreche den Grundwerten des Christentums.” Wenn AfD-Mitglieder kandidierten, müsse deshalb geprüft werden, ob eine solche Bewerbung abgelehnt werden könne.
Die AfD kritisierte indes die Aussagen. Im Gespräch mit dem evangelikalen Informationsdienst Idea hielt der Vorsitzende der „Christen in der AfD“, Joachim Kuhs, Stetter-Karp „Unkenntnis der Programmatik und der aktuellen politischen Arbeit der AfD“ vor. So sei seine Partei die sich „ohne Wenn und Aber für die christlichen Werte des Lebensschutzes zu Beginn und am Ende des menschlichen Lebens“ ausspreche.
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Auch an der CDU hat Stetter-Karp einiges auszusetzen. Auf die Behauptung, dass die Union vermehrt AfD-nahe Positionen wie bei der Flüchtlingspolitik äußern würde, macht die Chefin des Zentralkomitees deutlich: „Das passt nicht zum Bekenntnis einer christlichen Union. In der Flüchtlingsfrage ist die katholische Kirche weltweit klar profiliert.” So passen Fremdenfeindlichkeit und christliche Werte nicht zusammen. „Deshalb appelliere ich an die Landesverbände der Partei, sich in den kommenden Wahlkämpfen nicht anzubiedern,” so die 67-Jährige.

Stetter-Karp ist auch Präsidentin vom Synodalen Weg, der innerhalb der Kirche umstritten ist.
Stetter-Karp ist in der Kirche nicht unumstritten
Irme Stetter-Karp wurde im November 2021 als Nachfolge von Thomas Sternberg als zweite Frau Vorsitzender des Zentralkomitees der katholischen Kirche. Durch dieses Amt ist sie auch eine der beiden Präsidenten des Synodalen Weges, Dieser ist in der Kirche nicht unumstritten.
So kritisierte der ehemalige Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper, die öffentlichen Vorgänge beim Synodalen Weg. So sagte er im Juni 2022, als Stetter-Karp bereits im Amt war, dass Reformen in der Kirche zwar nötig seien. „Dennoch darf die Kirche dabei nicht zu einer Verfügungsmasse werden, die man situationskonform jeweils neu kneten und gestalten kann. Wenn Bischöfe sich in einem Akt der Selbstverpflichtung Entscheidungen der Synode oder eines Synodalrats unterordneten, käme das einem kollektiven Rücktritt der Bischöfe gleich,” so der Kardinal gegenüber katolisch.de.
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