Langfristiger Vertrag ohne Ausstiegsklausel: Bayern zahlt 12.000 Euro Monatsmiete für leerstehende Asylunterkunft – bis 2030!
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Bis 2030 zahlt der Freistaat Bayern wohl gut eine Million Euro Miete für eine Unterkunft in Markt Schwaben, die ungenutzt bleibt.
Das Firmengebäude auf dem Atron-Gelände am Ziegelstadel wurde 2023 zur Nutzung als Asylunterkunft angemietet, jedoch wegen Anwohnerprotesten, infolge derer der damalige Bürgermeister Michael Scholze zurückgetreten war, nie belegt. Laut Angaben des Landratsamts belaufen sich die Kosten auf 20 Euro pro Quadratmeter für 600 qm und liegen damit deutlich über dem Mietspiegel für Markt Schwaben (16 Euro pro Quadratmeter).
Zunächst wollte die Kreisbehörde unter Verweis auf eine Verschwiegenheitsvereinbarung mit dem Eigentümer die genauen Mietkosten für das Gelände, die die Ebersberger Zeitung wissen wollte, nicht offenlegen. Der Verlag des Münchner Merkur klagte schließlich vor dem Münchner Verwaltungsgericht – und bekam in einer Eilentscheidung recht. So kam heraus, dass die Miete nicht, wie behauptet, „ortsüblich“, sondern sogar höher war.

Blick in ein Unterkunftszimmer für zwei Personen – es wird nie bezogen.
Schlecht: Weil der Mietvertrag keine Ausstiegsklausel enthält und noch bis September 2030 läuft, werden wohl Gesamtkosten in Höhe von rund einer Million Euro auflaufen, die der Steuerzahler trägt. Während im Jahr 144.000 Euro an den Eigentümer des leerstehenden Objekts fließen, bietet die Regierung von Oberbayern es inzwischen als „Büro-/Gewerbegebäude“ zur Vermietung an.
In einem weiteren, größeren Gebäude auf demselben Gelände sind inzwischen 66 Menschen untergebracht, dafür werden 18.000 Euro Miete im Monat fällig. Eine zweite Asylunterkunft für Markt Schwaben soll an anderer Stelle entstehen und weitere Kosten verursachen.
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