Lauterbach verschickt 5-Euro-Scheine mit der Post, um RKI-Studie zu bewerben
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Das RKI lädt bundesweit 180.000 Bürger zur Teilnahme an der Studie „Gesundheit in Deutschland ein“. Weil die Bereitschaft zur Teilnahme an Studien dieser Art rückläufig ist, sollen die Empfänger des Einladungsschreibens mit Bargeld gelockt werden. Jedem Schreiben liegt ein 5-Euro-Schein bei.
Das RKI erhofft sich, dass das Geld rund 35 Prozent der angeschriebenen Personen motiviert, sich an der Studie zu beteiligen. Das Robert Koch Institut ist eine Forschungseinrichtung der Bundesregierung, die dem Gesundheitsministerium direkt untergeordnet ist – am Ende der 5-Euro-Schein-Kette steht also Minister Karl Lauterbach, der die Deutschen jetzt mit Bargeld lockt.

Den Einladungsschreiben liegen 5 Euro-Scheine bei.
Das RKI verteilt demnach die üppige Summe von insgesamt 900.000 Euro, die nach Zufallsprinzip in 180.000 Briefkästen landen.
Bei einer erwarteten Teilnahme von 35 Prozent, ergeben sich wiederum 117.000 Haushalte (65 Prozent), die nicht bereit sind, an der Studie teilzunehmen. Heißt, dass die stolze Summe von 585.000 Euro ohne Gegenleistung verschenkt wird.
Steuerverschwendung im großen Stil?
Das Einladungsschreiben ist mit einem QR-Code ausgestattet, welcher zu einer Online-Umfrage führt. Doch nicht alle Haushalte verfügen über einen Internet-Zugang, andere wiederum haben Vorbehalte wegen des QR-Codes, da sie befürchten, sich Schadenssoftware auf ihr Gerät zu laden.
Der Präsident vom Bund der Steuerzahler, Reiner Holznagel, äußert scharfe Kritik gegenüber dem RND (Redaktionsnetzwerk Deutschland): „Weil öffentliche Mittel fließen, sind auf jeden Fall detaillierte Erklärungen fällig – solange sollte die Umfrage gestoppt werden.“
Holznagel droht zudem an, die Studie ins Schwarzbuch einzutragen, in dem jährlich die größten Skandale hinsichtlich Steuerverschwendung dokumentiert werden.

Der Präsident vom Bund der Steuerzahler, Reiner Holznagel, kritisiert das RKI scharf.
Ein weiterer Kritikpunkt ist, keine Haftung für die abhanden gekommenen Briefe vorgesehen ist. Das Versenden von Bargeld im großen Stil wird zudem von der Post kritisiert, die dem RKI vorwirft, auf eine viel zu unsichere Methode zu setzen. Eine sichere Alternative wäre die Online-Überweisung, die das RKI aber kategorisch ausschließt, weil nicht alle Teilnehmer über Online-Banking verfügen und sich somit der Kreis an teilnehmenden Personen weiter verkleinern würde. Zudem wäre die Online-Überweisung mit erheblichem Aufwand verbunden, da Datenschutzrichtlinien eingehalten werden müssen.
Studie lockt mit weiteren Belohnungen per Post
Erste mit Geld gespickte Einladungen, an der Studie teilzunehmen, wurden bereits im Januar verschickt, der größte Teil wird im März ausgesendet. In mehr als 300 Gemeinden werden 180.000 potenzielle Teilnehmer angeschrieben. Die Empfänger werden aufgefordert, sich online für die Befragung zu registrieren. In einem 3-Monats-Turnus erhalten die Teilnehmer anschließend einen Fragebogen zu unterschiedlichsten Themen, wie Vorsorgeuntersuchungen und seelische Gesundheit. Die Fragebögen sollen überwiegend online ausgefüllt werden, alternativ gibt es auch eine Variante auf Papier.
Die erfolgreiche Teilnahme an der Umfrage wird mit weiteren 10 Euro belohnt, die dann wieder auf dem Postweg versendet werden.
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