Mann (28) auf der Kirmes erstochen: Polizei nimmt zwei US-Soldaten fest
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Tod auf der Kirmes!
In der Nacht auf Samstag wurde ein 28-jähriger Mann auf der traditionellen Säubrennerkirmes in Wittlich (Rheinland-Pfalz, 19.500 Einwohner) erstochen. Die Polizei nahm am Samstagabend zwei Männer (25 und 26 Jahre) als Tatverdächtige fest, der Verdacht habe sich laut Kripo erhärtet. Bei den Verdächtigen handele es sich um US-amerikanische Militärangehörige, die gemeinsam mit Freunden die Kirmes besucht hätten, heißt es von der Polizei.
Der Fall werde jetzt nicht mehr von den deutschen, sondern von den us-amerikanischen Behörden weiter behandelt: „Die Staatsanwaltschaft Trier gibt das Verfahren, dem NATO-Truppenstatut entsprechend, an die amerikanischen Strafverfolgungsbehörden ab. Aus diesem Grund wurde das Office of Speacial Investigations (OSI), die Ermittlungsbehörde der US Airbase Spangdahlem, frühzeitig in die weiteren Ermittlungen eingebunden und übernimmt diese ab dem heutigen Tag.“ Die beiden Männer wurden am Sonntag an die amerikansichen Ermittlungsbehörden übergeben.
Die Polizei sprach von einem „riesengroßen Tatort“, sicherte bis in den späten Samstag hinein die Spuren
Bis zu 100.000 Menschen erwartet, Kirmes geht weiter
Der Vorfall überschattete die traditionelle Säubrennerkirmes in Wittlich, die auch überregional Besucherinnen und Besucher anzieht – bis zum Ende des Volksfestes am kommenden Montag hatte die Polizei bis zu 100 000 Menschen erwartet.
„Ich bin entsetzt und furchtbar traurig, dass ein junger Mann auf der Säubrennerkirmes, an der viele Menschen zusammenkommen, um friedlich miteinander zu feiern, auf solch brutale Weise zu Tode gekommen ist“, sagte Bürgermeister Joachim Rodenkirch. Die Stadt habe schweren Herzens entschieden, „die Kirmes trotz der Tragödie weiterlaufen zu lassen“. Die Entscheidung sei nicht einfach gewesen. Die Feierlichkeiten würden nun von einer „nachdenklichen, gedämpften Atmosphäre begleitet“.
Wegen der Ermittlungen konnte nach Angaben der Stadt der für Samstag geplante Festumzug nicht veranstaltet werden, zudem waren mehrere Straßen vorübergehend nicht zugänglich und in Teilbereichen der Stadt fiel das Kirmesprogramm zunächst aus.
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