Messer-Angst vorm EM-Achtelfinale: Berlin erlässt Messerverbotszonen zum Deutschland-Spiel
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Angst vor Messer-Attacken während der Europameisterschaft!
Die Polizei macht Berlin deshalb nun zur Messerverbotszone. Das Mitführ-Verbot von Waffen und Messern sei „nach Bewertung aller Umstände und Erkenntnisse sowie der Abwägung sämtlicher Interessen“ beschlossen worden, heißt es in einer Mitteilung.
Von Samstag an soll es bis zum 15. Juli an bestimmten festgelegten Tagen im Bereich Olympiastadion, in der Fanzone, am Fan-Meeting-Point Hammarskjöldplatz und am Fan-Meeting-Point Breitscheidplatz gelten.
Heißt im Klartext: Die Polizei stuft das Risiko von Messer-Attacken während der Europameisterschaft offenbar derart hoch ein, dass sie präventive Maßnahmen ergreift. In Stuttgart hatte ein Syrer am Mittwochabend drei Menschen bei einem Public-Viewing-Event mit einem Messer attackiert und verletzt.

Zahlreiche Fans befanden in der Fan-Zone in Stuttgart, als der Syrer drei Menschen mit einem Messer verletzte.
Lesen Sie auch: Bluttat in der EM-Fanzone in Stuttgart: Syrer sticht drei Fans nieder!
Durch das Verbot von Waffen und Messern können nach Einschätzung der Berliner Polizei Gewalttaten und Straftaten verhindert werden: „Es erschwert Personen, die kriminelle Absichten haben, Waffen und Messer in den Bereichen um die Fan-Zone, den Fan Meeting Points und dem Olympiastadion einzubringen und einzusetzen“, heißt es in der Mitteilung. Außerdem werde auf diese Weise das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gestärkt.
Die abschreckende Wirkung von Messerverbotszonen auf Menschen, die ein Attentat verüben wollen, dürfte zwar eher begrenzt sein. Immerhin hat die Polizei nun aber die Möglichkeit, breitflächig zu kontrollieren und zeigt vermehrt Präsenz.
Die Zahl der Messerangriffe ist in den letzten Jahren stark angestiegen!
In der vergangenen Woche zeigten NIUS-Recherchen, dass dem Bundesinnenministerium und dem nachgeordneten Bundeskriminalamt (BKA) keine belastbaren Zahlen zu Messerangriffen vorliegen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser kennt das Ausmaß der Messergewalt in Deutschland nicht.
Während in der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 13.844 Angriffe mit dem Tatmittel Messer berichtet werden, ergab eine NIUS-Abfrage in den Bundesländern, dass die wahre Zahl der Messerangriffe beinahe doppelt so hoch ist.
Mehr NIUS: 26.100 statt 13.800: Doppelt so viele Messerangriffe wie in Faesers offizieller Statistik
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