Mord in Bad Oeynhausen: Das ist der Syrer, der Philippos den Schädel eingeschlagen haben soll
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Er ist 18 Jahre alt und kam 2016 nach Deutschland: Der Syrer Mwafak A. soll der brutale Schläger sein, der den 20-jährigen Philippos T. in der Nacht auf Sonntag so schwer verprügelte, dass dieser wenig später seinen Verletzungen erlag.
Wie Bild unter Berufung auf Staatsanwalt Christoph Mackel berichtet, kam A. 2016 im Rahmen einer Familienzusammenführung nach Deutschland, lebte zunächst in Pforzheim und zog im vergangenen Jahr nach Bad Oeynhausen. Mackel erklärte gegenüber Bild, dass der 18-Jährige zwar polizeibekannt sei, aber wegen seiner Taten nie verurteilt wurde. Unter anderem soll er Gewalt-, Eigentums- und Betäubungsmittel-Delikte begangen haben.

Der Syrer Mwafak A. (18) soll Philippos getötet haben.
Bild sprach auch mit der Schwester des mutmaßlichen Täters. Diese gab an, sich nicht vorstellen zu können, dass ihr Bruder die Tat begangen habe. Mackel hingegen hält Mwafak A. für den Haupttäter. Außerdem geht er davon aus, dass Philippos ein Zufallsopfer war und es zuvor keinen Streit gegeben hatte, wie ursprünglich angenommen.
Sollte der Mwafak A. nach Jugendstrafrecht verurteilt werden, drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Nach Erwachsenenstrafrecht wären es 15 Jahre.
Heute Nachmittag teilte die Polizei Bielefeld mit: „Die Obduktion des 20-jährigen Opfers erfolgte am Donnerstagnachmittag, 27.06.2024. Sie bestätigte die bisherigen Ermittlungen, dass der Mindener infolge der multiplen stumpfen Gewalteinwirkung gegen seinen Kopf verstarb.“ Die Polizei bekräftigte, dass der Täter die syrische Staatsangehörigkeit besitzt. Die Mittäter sind „mindestens drei weiteren Personen im Alter von 18 Jahren mit einer deutschen Staatsbürgerschaft.“
Polizei bittet um Mithilfe
Die Anzahl der möglichen Tatbeteiligten werde noch ermittelt, schreibt die Polizei. Weiter heißt es: „Der Hintergrund des möglichen, initialen Streits ist noch nicht abschließend geklärt und weiterhin Bestandteil der laufenden Ermittlungen.“ Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld wurde der Tatverdächtige heute einem Haftrichter vorgeführt. Er ließ sich nicht zu den Tatvorwürfen ein.
Wer in der Nähe des Tatorts war, wird von der Polizei gebeten, seine Fotos und Videos zu sichten, die im Außenbereich aufgenommen wurden. „Sollten Sie den Verdacht haben, dass auf ihrem Material ein Bezug zu den Umständen der Tat zu erkennen ist, so stellen sie und dies bitte zur Verfügung", sagt der Leiter der Mordkommission Kriminalhauptkommissar Markus Ickler. Hier finden Sie die Kontaktdaten der Polizei Bielefeld.
Opfer wollte von Abiball-Feier nach Hause laufen
In der Nacht zum Sonntag waren der 20-jährige Philippos und ein 19-jähriger Freund nach einer Abiball-Feier gegen 1:30 Uhr durch den Kurpark im Ort gelaufen. Dort soll es zu einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe von zehn Jugendlichen gekommen sein. Die Polizei beschrieb die unbekannten Täter aufgrund von Zeugenaussagen als „südländisch, etwa 19-20 Jahre alt, teilweise mit Trainingsanzügen der Marke Adidas bekleidet“. Laut Bild lebte er in einem Asylheim.
Die Polizei ermittelt wegen vollendeten Totschlags, in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Laut ihr haben „die Personengruppe auf die Beiden eingeschlagen und eingetreten“. Anschließend habe der mittlerweile festgenommene Hauptverdächtige den 20-Jährigen von der Gruppe weggezerrt und weiter körperlich auf ihn eingewirkt. Er habe sich „plötzlich“ und „frontal“ auf ihn gestürzt. Dadurch sei Philippos nach hinten gefallen und mit dem Hinterkopf auf den harten Boden aufgeschlagen. Aus einem vertraulichen Polizeibericht zitiert Welt: „Der nunmehr über dem Geschädigten sich befindende Tatverdächtige schlägt mehrfach mit der Faust gegen den Kopf.“
Sogar die Begleiter des tatverdächtigen Syrers schafften es nicht, ihn von seinem Opfer herunterzuziehen. Viele weitere Faustschläge gegen den Kopf folgten, bis der Täter von seinem Opfer abließ. Danach soll er den 19-jährigen Begleiter von Philippos T. angegriffen haben.
Schließlich seien die Täter geflüchtet. Augenzeugen sollen berichtet haben, dass der Hauptverdächtige sogar noch die Tasche von Philippos mitgenommen hat.
Auf dem Foto vom Abiball ist Philippos Tsanis mit einem christlichen Kreuz zu sehen. Bislang ist nur bekannt, dass ein Streit ausgebrochen war. Könnte das Kreuz den Syrer provoziert haben? Auf einem Foto von der Gedenkfeier, das das zweite Opfer zeigt, ist zu sehen, dass auch dieses eine Kette mit einem christlichen Kreuz trägt.

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