Nach Boykott-Aufruf gegen Israel: SWR wirft antisemitische Moderatorin raus!
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Der SWR greift nach dem Antisemitismus-Skandal durch!
Der Sender trennt sich von Moderatorin Helen Fares und entbindet sie von ihrer Moderationsaufgabe für das digitale Dialog-Format „MixTalk“. Fares habe „wiederholt auf ihrem privaten Social-Media-Account extreme politische Positionen geäußert“, heißt es in der Begründung des Senders, die am Montagabend öffentlich gemacht worden war.
Fares hatte ihre rund 100.000 Follower zuletzt bei Instagram dazu aufgerufen, Produkte und Unternehmen aus Israel zu boykottieren und dazu eine App empfohlen, mit der man Produkte mit Bezug zu Israel über den Barcode erkennen kann.

In dieser Instagram-Story hatte Fares zum Boykott israelischer Produkte und Unternehmen aufgerufen.
Politiker und Antisemitismusexperten fühlen sich an die „Kauft nicht bei Juden“-Aufrufe der Nazis erinnert, die den schrecklichen Anfang der staatlichen Diskriminierung von Juden in Deutschland markierten. Der CDU-Politiker Matthias Hauer etwa sprach von „Kauft nicht bei Juden 2.0“. Die deutsch-israelische Journalistin Sarah Cohen-Fantl nennt den Boykott-Aufruf „ganz alten, primitiven Judenhass“.
SWR: Gegen Grundsatz der Neutralität verstoßen
In dem Statement des SWR heißt es wörtlich: „Dem SWR ist es wichtig, dass der in Rede stehende Post nicht im Kontext einer Beschäftigung für den SWR entstanden ist. Der SWR hat Frau Fares darauf hingewiesen, dass für Moderatorinnen und Moderatoren eines Debattenformats zum Schutz der Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Sendung eine Pflicht zur Neutralität gelte. Diese Neutralität ließ Frau Fares in ihren Social-Media-Aktivitäten vermissen.“
Der Sender machte deutlich, dass Mitarbeiter und Journalisten im Sender ihre eigene politische Meinung vertreten dürften, jedoch „die Unabhängigkeit des SWR und jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters durch Social-Media-Aktivitäten nicht beeinträchtigt oder in Zweifel gezogen werden“ dürften. Diesen Grundsatz habe Fares verletzt.
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