Nach kritischer Berichterstattung: Correctiv tilgt heimlich „Deportation“ von Homepage
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Es ist ein beispielloser Vorgang bei Correctiv, dem „unabhängigen Medienportal“, das für die Enthüllungen rund um den „Geheimplan gegen Deutschland“ verantwortlich war: Nach öffentlicher Kritik an der Verwendung des Wortes „Deportation“, löschte Correctiv das Wort heute heimlich von der Homepage. Und das, obwohl die stellvertretende Chefredakteurin, Anette Dowideit, mehrfach betont hatte, man habe das Wort „Deportationen“ gar nicht genutzt.
Was war passiert? Im ARD Presseclub sagte Dowideit noch am Wochenende: „Wir haben auch nicht von Deportationen gesprochen oder so. Das wurde dann von denen, die es interpretiert haben, [aufgenommen].“ Heute bekräftigte die Journalistin auf der Plattform X: „Eine Klarstellung, weil hier wieder der nächste Desinformations-Versuch gestartet wird. In der #GeheimplanGegenDeutschland-Recherche steht nicht der Begriff „Deportation“. Das ändert natürlich nichts daran, dass es beim Treffen um den Plan ging, Millionen Menschen zu vertreiben.“ NIUS nannte Dowideit eine „Desinformationsplatform.“
Auch bei NIUS: „Geheimplan gegen Deutschland“: Wie das staatlich finanzierte Portal Correctiv eine Wannseekonferenz 2.0 erfand
Der „AfD-Komplex“ – plötzlich geändert
Doch schnell regte sich Widerstand. Im Text „Geheimplan gegen Deutschland“ steht wortwörtlich: „Was Sellner entwirft, erinnert an eine alte Idee: 1940 planten die Nationalsozialisten, vier Millionen Juden auf die Insel Madagaskar zu deportieren. Unklar ist, ob Sellner die historische Parallele im Kopf hat.“ Das heißt: Das Wort „deportieren“ kommt im Text sehr wohl vor – und durch die Verknüpfung wird auch insinuiert, die Pläne in Potsdam bezweckten genau das.
Mehr noch: Auf der Homepage von Correctiv wird das Buch „Der AfD-Komplex“ beworben. Auf der Homepage heißt es dazu: „Die Pläne zur Deportation von Millionen Menschen aus Deutschland“.

Der Correctiv-Shop mit dem Buch „Der AfD-Komplex“ (Screenshot: X/p3likaan, Uhrzeit: 13:30 Uhr)
Doch als Kritik an der Widersprüchlichkeit der Aussagen Dowideits und der Realitäts auf Correctivs Website laut wurden, tilgte man auf der Website den Ausdruck heimlich. Um 17:48 Uhr änderte die Redaktion in der Buchbeschreibung die Passagen zu: „Die Pläne zur Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland“. Ein Screenshot der Wayback-Machine, der NIUS vorliegt, dokumentiert diese Veränderung. Kommuniziert wurde diese Veränderung – wen wundert es? – nicht.
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