Nach Messerattacke in Mannheim: Polizist ist tot!
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Für den Polizisten, der am Freitag in Mannheim von einem Afghanen während einer Kundgebung des Islamkritikers Michael Stürzenberger niedergestochen wurde, kommt jede weitere Hilfe zu spät.
Laut Informationen von NIUS stellten die Ärzte bei Rouven L. bereits am Freitag den Hirntod fest. Jetzt wurden die Maschinen, die den Beamten am Leben hielten, abgeschaltet. Auch die Bild-Zeitung berichtete, dass Ärzte und Angehörige kaum Hoffnung hatten, dass der junge Beamte die Messerattacke überlebt und bestätigt sein Ableben.
Der 25-jährige Sulaiman A. hatte am Freitag zunächst den Islamkritiker Michael Stürzenberger am Stand der Bürgerbewegung Pax Europa angegriffen. Mehrere Personen eilten Stürzenberger zu Hilfe. Dabei kam es zu unübersichtlichen Szenen: Ein Mann in blauer Jacke attackierte einen weiteren Helfer.
Ministerpräsident drückt Beileid aus
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (76, Die Grünen) erklärte gegenüber Bild:
„Die Nachricht erschüttert mich bis ins Mark. Alle unsere Gedanken sind bei der Familie, den Angehörigen und den Kolleginnen und Kollegen. Der Schmerz eines so grausamen Verlusts aus dem Nichts ist kaum zu ermessen. Uns allen führt diese fürchterliche Tat schmerzhaft vor Augen, welchem oft unkalkulierbaren Risiko Polizeibeamte tagtäglich ausgesetzt sind. Ich möchte deshalb auch mein tiefstes Mitgefühl an alle Polizistinnen und Polizisten in Baden-Württemberg ausdrücken. Wir sind heute alle in tiefer Trauer mit Ihnen vereint. Ihr Dienst für unseren Staat, für unser Gemeinwesen, für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung sind nicht hoch genug zu würdigen. Wir sind Ihnen als Gesellschaft zu höchstem Respekt und Wertschätzung verpflichtet. Ich möchte Ihnen als Ministerpräsident meine tiefste Dankbarkeit und Anerkennung aussprechen.“

Winfried Kretschmann
Der Täter stach von hinten zu
Der herbeigeeilte Oberkommissar Rouven L. warf sich dazwischen und schubste den Mann von dem Helfer weg. Der Attentäter konnte sich somit befreien. Er stach von hinten auf den Polizisten ein. Dabei soll er das Gehirn schwer verletzt haben. Der Schuss eines Kollegen von Rouven L. beendete den Angriff. Rouven L. taumelte umher, bevor er schließlich auf dem Marktplatz kollabierte. Laut der Bild-Zeitung sind inzwischen 30 seiner Arbeitskollegen „mental angegriffen und dienstunfähig“. Das Messer soll durch die Schädeldecke gedrungen sein und auch am Hirn Verletzungen verursacht haben.
Weitere fünf Männer wurden am Freitag mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der angegriffene Michael Stürzenberger hatte sich am Samstag aus dem Krankenhaus zu Wort gemeldet. Er dankte den Ärzten und Gesichtschirurgen und war froh, den Angriff überlebt zu haben.

Michael Stürzenberger meldete sich aus dem Krankenhaus zu Wort.
Wie der SPIEGEL berichtet und inzwischen das Landeskriminalamt inzwischen bestätigt hat, handelt es sich bei dem Angreifer um Sulaiman A., einen Afghanen aus Herat, der in Südhessen wohnt und 2014 nach Deutschland kam. Ermittlern sei er nicht als Extremist bekannt, nach ersten Erkenntnissen gehen die Behörden aber von einem islamistischen Tatmotiv aus.
Für Montag lädt laut der Regionalzeitung Mannheimer Morgen ein „breites Bündnis“ um 17 Uhr zu einer Kundgebung und einem interreligiösen Friedensgebet auf den Marktplatz ein. Bereits am Sonntag war eine Menschenkette in der Breiten Straße geplant.
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