Neue Erkenntnisse zum Terroranschlag in Solingen: Polizei sichert die Tatwaffe
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Nach dem Terroranschlag in Solingen machen Ermittler große Fortschritte in der Rekonstruktion der Tat – auch die Tatwaffe wurde bereits gesichert.
Laut einem Bericht des Spiegels konnten Kriminaltechniker die DNA von Issa al Hasan (26) auf einem Messer nachweisen, das die Ermittler bereits am Samstag sichergestellt hatten. Es handelt sich dabei um ein Messer mit einer Klingenlänge von etwa 15 Zentimetern. In den vergangenen Tagen wurde die Umgebung des Tatortes mehrfach durchsucht. Dabei wurden zudem ein Handy und ein Tablet entdeckt, die offenbar unter einem Kanaldeckel versteckt waren. Die Ermittlungen dazu sind noch im Gange, wie aus einem vertraulichen Polizeidokument hervorgeht, das der Bild vorliegt.
Issa al Hasan lebte in einer Flüchtlingsunterkunft in der Goerdelerstraße, nicht weit vom Tatort entfernt. Die Tatwaffe wurde in einem Mülleimer gefunden, der nur etwa 170 Meter von seiner Unterkunft entfernt war. Laut Informationen der Bild hatte er das Messer einfach aus einem Messerblock genommen, bevor er die Tat beging.
ISIS veröffentlicht Bekennervideo
Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) hat eine Botschaft über den Terror-Anschlag von Solingen veröffentlicht – ein mutmaßliches Bekennervideo, das einen vermummten Mann mit einem langen Messer zeigt. Es wurde über den IS-Propagandakanal Amak verbreitet.
Ein „Soldat“, so heißt es, der Terrorgruppe habe „auf eine Versammlung von Christen in der Stadt Solingen in Deutschland“ einen Angriff verübt, als „Rache für Muslime in Palästina und überall“, so der Absender, der mutmaßlich Issa Al H., der Täter von Solingen, ist.
Der Mann droht: „Ihr Kreuzfahrer, ihr habt Massaker in Bosnien angerichtet. Ihr habt Massaker in Palästina angerichtet. Ihr habt Massaker im Levante und im Irak verübt. Ihr dachtet, ihr seid sicher. Aber ich werde, so Gott will, eure Adern durchschneiden.“
Dann wechselt die Szene, zu sehen ist nun ein Mann, durch Verpixelung unkenntlich gemacht. Er nennt sich Qamish Bin Al-Sumah, zeigt nur wenige Augenblicke vor dem mörderischen Anschlag auf dem Weg zum „Fest der Vielfalt“ in Solingen. Er bittet seinen Vater und seine Mutter um Verzeihung, sagt: „Es sind nur noch ein paar Augenblicke. (...) Bitte betet für mich.“
Laut der Propagandaplattform des IS handelt es sich bei dem Mann auf dem Video um den Attentäter. Gesichert ist das jedoch noch nicht. Die Auswertung des Handys des Attentäters könnten den Ermittlern Aufschluss darüber geben.
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