Nur weil Ex-Host den Arbeitgeber wechselte: rbb verschwendet horrende Gebührengelder für Serien-Neudreh
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- Die zweite Staffel der rbb-Serie „Schattenwelten“ wurde komplett neu gedreht.
- Der Grund: Co-Host Jan Karon wechselte ins Medienunternehmen von Julian Reichelt.
- Deswegen wendet der öffentlich-rechtliche Sender nun horrende Summen an Gebührengeldern auf, um sein Format von Kontaktschuld zu reinigen.
Der öffentlich-rechtliche Sender rbb wird mehrere Filme der Dokumentationsreihe „Schattenwelten Berlin“ nicht wie geplant ausstrahlen. Das berichtet der Spiegel. Grund ist eine Umbesetzung des bisherigen Co-Moderators Jan Karon, der zur Rome Medien GmbH von Julian Reichelt gewechselt ist. Nun entschied der rbb, die bereits abgedrehte zweite Staffel der Doku-Serie über die Berliner Lebenswelt neu zu drehen – und damit horrende Gebührengelder zu verschwenden, nur um eine vermeintliche Kontaktschuld zu bereinigen.
„Mit Blick auf die berufliche Veränderung des bisherigen Co-Host Jan Karon sehen die Produktionsfirma und der RBB dafür (die Veröffentlichung, Anm. d. Red.) keine Basis mehr“, sagte ein Sprecher. Stattdessen wurde eine zweite Staffel der Sendung mit Moderatoren aus dem bisherigen Autorenteam der Produktionsfirma in großen Teilen neu gedreht und soll Anfang Juli in der ARD-Mediathek ausgestrahlt werden.
Sogar Karons Recherchen gelten für die Verantwortlichen nach seinem Wechsel als „verbrannt“ – die Kontaktschuld-Angst ist offenbar so groß, dass sämtliche Erkenntnisse nicht verwendet werden dürfen. Und sämtliche Kosten, die durch Neuverfilmung und Recherche entstehen aufbringen muss, für den rbb irrelevant sind – zahlen muss schließlich nicht der öffentlich-rechtliche Sender, sondern der deutsche Gebührenzahler.
Zu der Höhe der Kosten, die durch die Neubesetzung anfielen, macht der rbbkeine näheren Angaben. Es ist jedoch davon auszugehen, dass horrende Summen sinnlos erneut ausgegeben werden müssen. Und das, obwohl der Sender an der Recherche selbst offenbar nichts zu beanstanden hat – immerhin war die Ausstrahlung bis zu Karons Wechsel fest eingeplant.
Trotzdem soll die gesamte journalistische Arbeit jetzt über den Haufen geworfen werden. Während der rbb aktuell öffentlichkeitswirksam Sparmaßnahmen verkündet, ist er sich offenbar nicht zu schade, hohe Summen an Gebührengeldern auszugeben, um sich von „Kontakschuld“ zu reinigen. Einen journalistischen Sinn und Zweck verfolgen die Mehrausgaben jedenfalls nicht.
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