Pistorius will Einsatz in Bosnien „gegebenenfalls intensivieren“
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Beim Besuch des deutschen Verteidigungsministers in Bosnien wird deutlich, dass die Lage fragil ist. Pistorius bekräftigt, je nach Entwicklung müsse auch mehr getan werden.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat sich dafür ausgesprochen, die militärische Absicherung des Friedens in Bosnien-Herzegowina bei Bedarf auch wieder hochzufahren. Bei einem Besuch der EU-Mission Eufor Althea in Sarajevo bekräftigte der SPD-Politiker am Mittwoch die Entschlossenheit der Verbündeten, Souveränität und territoriale Integrität des Staates Bosnien-Herzegowina zu bewahren.

Verteidigungsminster Pistorius am heutigen Mittwoch in Bosnien
„In Serbien und in der Republik Srpska in Bosnien und Herzegowina findet Russland immer wieder den Nährboden für seine Versuche, die Region zu destabilisieren und eigenen Einfluss auszubauen, etwa auch durch Desinformationskampagnen und Einflussnahme auf die Medien“, warnte Pistorius. „Die sich daraus ergebenden Spannungen auf dem Westbalkan erfordern, dass wir unsere Stabilisierungsmaßnahmen fortsetzen und gegebenenfalls intensivieren in Absprache mit unseren Partnern vor Ort.“ Er spreche aus Sicht der Nato und der EU.
Die Bundeswehr hat etwa 30 Männer und Frauen in Bosnien stationiert – mit dem Ziel, einen Beitrag zur Stabilisierung zu leisten. Zentrale Aufgabe von Eufor Althea ist die Unterstützung des Dayton-Friedensabkommens, das den Bosnien-Krieg 1995 beendete. Das Land bleibt aber ein möglicher Konfliktherd. Die Soldaten tragen mit Patrouillen, dem Kontakt zur Bevölkerung und Institutionen sowie eigenen Lageberichten zu einem Informationsbild bei. Pistorius hatte am Vortag die Kosovo-Hauptstadt Pristina besucht.
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