Politico lässt sich jetzt von Bill Gates für Impfwerbung bezahlen
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Politico ist ein in den USA gegründetes digitales Medium. 2015 erhielt es einen europäischen Ableger, 2021 wurde das digitale Medienunternehmen vollständig von Axel-Springer gekauft. Die Nachrichten und Beiträge beschäftigen sich mit dem politischen Tagesgeschehen in Deutschland und EU-Brüssel. Politico bringt eine Newsletter-Reihe heraus, die zum Markenkern gehört. So weit, so normal.
Doch nun kommt die Überraschung! Der Newsletter Berlin Playbook von Politico präsentiert sich nun mit dem Logo von GAVI, der „Globalen Allianz für Impfstoffe und Immunisierung“. Im Text findet sich dann auch eine Anzeige der Impfallianz eingebettet.

Screenshot aus dem Newsletter von Politico
Hinter GAVI steht der Milliardär Bill Gates. Seitdem er nicht mehr hauptsächlich als Unternehmensgründer von Microsoft tätig ist, macht er als selbsternannter Philanthrop von sich reden – im Bereich der Pharmaindustrie, von dem er als Investor zugleich profitiert.
Die Gates-Millionen für den Spiegel
Während der Coronapandemie war die Impfallianz GAVI Antreiber und Promoter der umstrittenen Corona-Impfkampagne, die in Verbindung mit zahlreichen gesundheitlichen Komplikationen und dauerhaften Schäden steht. Mit der Zeit erwiesen sich die Behauptungen und Versprechungen, mit denen die Politik die Corona-Impfstoffe unter die Bevölkerung brachte, als immer unhaltbarer. Heute bereuen viele Menschen, dass sie sich von der Politik zur Impfung überreden ließen.
Sollte Politico sich nach den Skandalen um die Corona-Impfstoffe also noch von einem Bill Gates kaufen lassen? Und Impfwerbung schalten?
In der Vergangenheit machte der Spiegel vor, dass diese Verquickung von Pharmaindustrie und Journalismus nicht gut für den freien Journalismus ist. Mehrere Millionen Euro nahm das Hamburger Nachrichtenmagazin von der Bill&Melinda-Gates-Stiftung an. 2,3 Millionen Euro waren es etwa für ein Projekt namens „Globale Gesellschaft“. Der Spiegel will glauben machen, dass solche Summen die Berichterstattung nicht beeinflusst. Dabei sollte klar sein, dass auch die Medien nicht ausgerechnet die Hand beißen, die sie füttert.

Nimmt nun gern Geld von Bill Gates: der früher einmal pharmakritische Spiegel
Wenn Politico nun Impfwerbung schaltet, sollte man daran denken, wie der Spiegel früher einmal berichtete – bevor Geld von Bill Gates floss – und heute. In den Jahren 2018 bis 2020 titelte er beispielsweise: „Schweinegrippe: Pandemrix Nebenwirkungen ignoriert“. Oder: „Vier Lehren aus der Schweinegrippen-Hysterie“. Heute ist es geradezu unvorstellbar, dass der Spiegel entsprechende Schlagzeilen zu den Corona-Impfstoffen bringen würde – obwohl die Realität reichliche Gelegenheiten dazu bieten würde.
„Der Übergang zur Prostitution ist schleichend“
Der ehemalige Leiter des Spiegel-Hauptstadt-Studios und heutige Medienunternehmer Gabor Steingart sagte einmal: „Wichtige Anzeigenkunden stellen Forderungen, und der Übergang zur Prostitution ist schleichend.“ Ja, würde er sich nur selbst dranhalten!
Wie der Medien Insider aktuell berichtet, veranstaltet Steingarts Media Pioneer, der ähnlich wie Politico stark auf seinen Newsletter ausgerichtet ist, eine Konferenz, in der ebenfalls Journalismus und Journalismus-fremde Interessen eine fragwürdige Allianz eingehen: in diesem Fall sind es chinesische Interessen. Es geht um die „Pioneer Global Conference“: Chinesische Experten und Networker treten auf, moderiert von einem hauseigenen Experten. Gabor Steingart tritt höchstpersönlich als Speaker auf.
Die Kollegen machen nun auf etwas Brisantes aufmerksam: Geschäftsführer von Axel Springer ist Matthias Döpfner, der vor solchen fragwürdigen Verflechtungen lautstark warnt. Sein Buch dazu heißt: The Trade Trap – How To Stop Doing Business with Dictators. Der Medien Insider schreibt: „Verfasst hat es ein gewisser Mathias Döpfner, der für ein neues Verständnis von Freihandel plädiert: Heißt: keine Geschäfte mehr mit China.“ Zu etwas mehr als zwei Drittel ist Axel Springer übrigens an Media Pioneer beteiligt. So titelt der Medien Insider amüsiert: „Wie Gabor Steingart das macht, wovor Mathias Döpfner warnt.“
Fragwürdige Beziehungen, wohin man schaut: Politico und Bill Gates, der Spiegel und Bill Gates, Media Pioneer und China. Dem Ruf von Journalisten als unabhängige Berichterstatter tut das nicht gut.
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