Sensation nach 24 Jahren Funkstille: Versöhnung zwischen Schröder und Lafontaine
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- 24 Jahre nach ihrem Zerwürfnis sollen sich Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) und der frühere SPD-Chef Oskar Lafontaine getroffen haben.
- Fünf Stunden sollen die Männer bei dem Treffen in Lafontaines Haus im Saarland geredet haben.
- Das ursprüngliche Zerwürfnis zwischen Schröder und Lafontaine im Jahr 1999 hatte erhebliche politische Auswirkungen, eine Versöhnung schien bislang ausgeschlossen.
Es ist eine kleine Sensation: Nach einer 24-jährigen Zerwürfniszeit sollen sich Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine in einem geheimen Treffen versöhnt haben, berichtet der Stern.
Vor fast einem Vierteljahrhundert war es zum Bruch zwischen dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder und dem ehemaligen SPD-Chef und Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine gekommen. Seitdem herrschte eisernes Schweigen zwischen den ehemaligen Polit-Rivalen. Nun soll es zur Aussprache und Versöhnung gekommen sein!
Bei dem Treffen im Saarland sollen auch die Partnerinnen der Politiker, So-yeon Schröder-Kim und Sahra Wagenknecht, zugegen gewesen sein. Während des Treffens zogen sich Schröder und Lafontaine zeitweise zurück, um ihre gemeinsame Geschichte und das Zerwürfnis zu besprechen, berichtet der Stern.

Schröder und Lafontaine während der ersten Sitzung des neu gewählten Deutschen Bundestages am 26. Oktober 1998.
Seit dem Treffen sollen die beiden auch schon wieder miteinander telefoniert haben – ist die Freundschaft vielleicht wieder vollständig hergestellt?
Fest steht: Lafontaine wird an diesem Samstag 80 Jahre alt, Schröder verfasste für den Stern eine Glückwunschbotschaft. „Lieber Oskar“, schreibt Schröder. „Du bist wieder einmal schneller als ich. Am 16. September dieses Jahres wirst Du 80 Jahre alt, ich erst am 7. April nächsten Jahres. Zu Deinem 80. Geburtstag gratuliere ich Dir sehr herzlich!“
Schröder betont, dass es an der Zeit sei, alte Reibereien hinter sich zu lassen und dankt Lafontaine für die jahrzehntelange Freundschaft – auch in schwierigen Zeiten.
Das ursprüngliche Zerwürfnis im Jahr 1999 hatte erhebliche politische Auswirkungen. Der Machtkampf zwischen den beiden Männern an der Spitze der SPD prägte die Zeit nach der Bundestagswahl 1998. Nach einem heftigen Streit war Lafontaine schließlich als Bundesfinanzminister zurückgetreten.
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