Serengeti-Park: Notfallvorbereitungen für Hochwasser-Evakuierung im Tierpark
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In Niedersachsen hoffen nicht nur die Menschen auf einen baldigen Rückgang des Wasserpegels, auch die Tiere im Serengeti-Park sind den heftigen Überschwemmungen ausgesetzt. Mit einer Gesamtfläche von 220 Hektar beheimatet der in Europa einmalige Park 1500 exotische Tiere und bringt ein Stück Afrika in die Lüneburger Heide.

Giraffen und viele weitere exotische Tiere leben im Serengeti-Park.
„Wir sind alle am Ende unserer Kräfte.“
In einem Video auf dem Instagram-Account des Serengeti-Parks wird das Ausmaß der Überschwemmungen klar. „Über viele Kanäle haben Euch die furchtbaren Nachrichten schon erreicht: Große Teile unseres Parks sind überflutet, viele Gebäude sind gar nicht mehr oder nur noch mit Spezialfahrzeugen erreichbar. Es ist eine Notlage, wie wir sie in den fast 50 Jahren unseres Bestehens noch nie erlebt haben.“

Tierpfleger und viele weitere Helfer geben ihr Bestes und tun alles, um die Tiere bestmöglich zu versorgen.
In der vergangenen Nacht sind die Pegel weiter gestiegen
Bisher wurden glücklicherweise alle Tiere entweder gesichert oder evakuiert. Rund 120 Tiere, darunter Husaren, Präriehunde, Erdmännchen, Kattas, Varis, Agutis und viele mehr – wurden aus den vom Wasser umschlossenen Stallungen in Sicherheit gebracht.

Sandsäcke werden zur Sicherung der Wassermassen ausgelegt.
Zwischenzeitlich gab es keinen Strom
Gestern Nachmittag konnten nach und nach die Notstromaggregate in Betrieb genommen werden, um die Stallungen zu beheizen und die Trinkwasserversorgung der Tiere zu sichern.
Da die Zufahrtsstraße zum Park nicht mehr passierbar ist, werden Tierfutter und weitere Sandsäcke mit Traktoren und Unimogs über Waldwege auf das Gelände gebracht.

Mit Gabelstaplern werden Sandsäcke zum Schutz der Häuser transportiert.
Notfallplan für weitere Evakuierungen
Mit einem Notfallplan wird sich nun auf weitere Evakuierungen vorbereitet. Vor allem das komplett von Wasser umschlossene Haus der Giraffen und Antilopen gibt Grund zur Sorge, wie der NDR berichtet. „Diese Tiere müssten für eine Evakuierung narkotisiert werden, das ist ein großes Risiko“ erklärt eine Sprecherin des Parks. Auch der Transport der narkotisierten Tiere durch die Wassermassen ist nicht einfach. „Eine Giraffe umzusetzen, muss man sich gut überlegen. Das ist nicht ganz ungefährlich.“
Wegen der dramatischen Hochwasserlage in Niedersachsen soll unterdessen auch die Bundeswehr mit Hubschraubern die Deiche in besonders gefährdeten Regionen sichern, meldet der Spiegel. Unter anderem sind die Bundespolizei und die Marine mit je einem Hubschrauber im Hochwasser-Einsatz bei Oldenburg.
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