Trump nach Putin-Telefonat: Papst soll Gastgeber für Ukraine-Verhandlungen sein!
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Nach einem über zweistündigen Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin deutet sich eine neue diplomatische Initiative im Ukraine-Krieg an. Wie Trump über seine Sprecherin Karoline Leavitt erklärte, hätten sich Russland und die Ukraine darauf verständigt, „sofort Verhandlungen über einen Waffenstillstand und – noch wichtiger – ein ENDE des Krieges“ aufzunehmen. Als möglicher Gastgeber für die Gespräche steht niemand Geringerer als der Papst bereit.
„Der Vatikan hat großes Interesse signalisiert, die Verhandlungen auszurichten“, so Trump. Er habe nach dem Gespräch mit Putin unter anderem Präsident Selenskyj, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, Kanzler Friedrich Merz und Finnlands Präsident Alexander Stubb informiert.
Laut Regierungssprecher Stefan Kornelius informierte Trump die europäischen Partner am Montagabend umfassend über den Gesprächsverlauf mit Putin. Dabei sei gemeinsam über Wege zu einem möglichen Waffenstillstand und Frieden in der Ukraine beraten worden. Die Teilnehmer – darunter Merz, Selenskyj, Macron, Meloni, von der Leyen und Stubb – hätten sich darauf verständigt, den Verhandlungsprozess eng zu koordinieren und ein weiteres technisches Treffen vorzubereiten. „Alle Seiten haben ihre Bereitschaft bekräftigt, die Ukraine auf dem Weg hin zu einem Waffenstillstand eng zu begleiten. Die europäischen Teilnehmer kündigten an, den Druck auf die russische Seite durch Sanktionen zu erhöhen“, so Kornelius.

US-Außenminister Marco Rubio und US-Präsident Donald Trump
Gespräch war gehaltvoll und nützlich
Putin selbst nannte das Gespräch mit Trump „gehaltvoll und nützlich“. Auch russische Staatsmedien berichteten von einem „Memorandum“, das mögliche Friedensgespräche in Aussicht stelle – konkrete Vereinbarungen liegen bislang jedoch nicht vor.
Trump betonte, die Bedingungen für einen Waffenstillstand müssten allein zwischen Russland und der Ukraine verhandelt werden: „Sie kennen die Details, die sonst niemand kennt.“ Der Ton des Gesprächs sei „ausgezeichnet“ gewesen. Sollte es anders gewesen sein, würde er das „jetzt und nicht später sagen“.
Gleichzeitig stellte Trump wirtschaftliche Perspektiven für die Zeit nach dem Krieg in Aussicht. Russland wolle nach dem Ende des „katastrophalen Blutbads“ großflächig Handel mit den USA treiben – „und ich stimme zu“, so Trump. Auch für die Ukraine böten sich enorme Chancen beim Wiederaufbau.
Selenskyj äußerte sich unterdessen zurückhaltend, aber offen. Die Ukraine halte an ihrem Ziel fest, eine bedingungslose 30-tägige Waffenruhe zu erreichen, um Menschenleben zu retten und diplomatische Spielräume zu schaffen. Nach dem jüngsten Treffen in Istanbul kündigte er die Einrichtung einer ständigen nationalen Verhandlungsgruppe an. Als erstes greifbares Ergebnis gilt die geplante Freilassung von jeweils 1.000 Kriegsgefangenen – ein Termin steht noch aus.
Selenskyj berichtete zudem von Drohungen der russischen Delegation. Moskau habe demnach angekündigt, den Krieg „auf unbestimmte Zeit“ fortzusetzen, falls keine Einigung erzielt werde. Dennoch bekräftigte er: „Die Ukraine hat keine Angst vor direkten Gesprächen mit Russland.“
Mit der neuen Gesprächsoffensive kehrt zumindest ein diplomatischer Draht zwischen Washington und Moskau zurück – etwas, das unter Trumps Vorgänger weitgehend zum Erliegen gekommen war.
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