U-Boot-Drama: Suleman († 19) hatte Angst vor der „Titan“ und starb unter Wasser
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Sein Schicksal bewegt Menschen auf der ganzen Welt: Suleman Dawood starb mit 19 Jahren im Mini-U-Boot „Titan“ in den Tiefen des Atlantischen Ozenas. Alle fünf Abenteurer kamen bei einer Implosion der Tauchkapsel, die auf dem Weg zum Wrack der Titanic war, ums Leben. Suleman war mit seinem Vater, dem pakistanischen Multimillionär Shahzada Dawood († 48), aufgebrochen. Jetzt wurde bekannt, dass der Teenager eigentlich gar nicht in das U-Boot einsteigen wollte – weil er Angst davor hatte.

Ahnte der junge Mann, dass etwas Schlimmes passieren könnte?

Sulemans Tante Azmeh Dawood berichtet im Interview mit dem US-Sender NBC News, dass ihr Neffe das Wrack der Titanic gar nicht sehen wollte. Er habe gesagt, dass er „Angst“ und „keine große Lust“ auf den Ausflug (Kosten: 229.000 Dollar pro Person) habe. Aus Liebe zu seinem Vater stieg Suleman Dawood dann trotzdem in das winzige U-Boot – im Wasser kam es zur Katastrophe, die Welt tagelang in Atem hielt.

Suleman habe seinem Vater eine Freude zum Vatertag machen wollen. Die Familie lebt in England, dort wurde der Feiertag am Sonntag – dem Tag, an dem die „Titan“ für immer im Atlantik verschwand – begangen.
„Ich denke an Suleman, der 19 Jahre alt war und da drin vielleicht nach Luft schnappte. Es war lähmend, um ehrlich zu sein“, sagte seine Tante im TV-Interview. Es falle ihr schwer zu atmen, wenn sie an ihn und seinen Vater denke. „Es war anders als jede Erfahrung, die ich je gemacht habe.“
Besessen von der Titanic
Azmeh Dawoods Bruder Shahzada sei von klein auf „absolut besessen“ von der Titanic gewesen, erzählt sie weiter. Als Kinder hätten sie immer und immer wieder das britische Film-Drama „Die letzte Nacht der Titanic“ (1958) gesehen.
Selbst als sie ihrem Bruder ihren zukünftigen Mann vorgestellt habe, machte er die Titanic zum Thema: Shahzada schlug vor, dass die Männer zusammen eine vierstündige Doku über das Schiff ansehen. Er habe auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit Ausstellungen mit Gegenständen aus dem Titanic-Wrack besucht.
Sie sei also keineswegs überrascht gewesen, dass ihr Bruder fast eine halbe Million Dollar für Tickets für die U-Boot-Tour ausgegeben habe.
Suleman und Shahzada Dawood hatte auch der britische Milliardär Hamish Harding († 58) 229 000 Euro für seinen Platz in der „Titan“ bezahlt. Außerdem an Bord: „Oceangate“-Chef Stockton Rush († 61) und der französische Titanic-Forscher Paul-Henry Nargeolet (73). Sie alle starben bei der Havarie des U-Boots.
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