Umfrage: 81 Prozent der Deutschen wollen Verschärfung der Flüchtlingspolitik
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Vor der Münchner Sicherheitskonferenz legt eine Studie ein Stimmungsbild der Deutschen vor. Klar wird: Eine überwältigende Mehrheit der Bürger will eine schärfere Migrationspolitik.
Eine große Mehrheit der Bürger – 76,2 Prozent – findet, Deutschland sei bereits heute mit der Zuwanderung in den aktuellen Dimensionen überfordert. Ganze 81 Prozent sind sogar dafür, die illegale Migration stärker einzudämmen, so das Ergebnis der Studie der Unternehmensberatung PwC. Nur 11,5 Prozent sprachen sich gegen eine Verschärfung der Flüchtlingspolitik aus.

Die große Mehrheit der Deutschen wünscht sich verschärfte Grenzkontrollen.
76,5 Prozent befürworten konkret verschärfte Kontrollen an den EU-Grenzen, um illegal Einreisende und potenzielle Terroristen zurückzuhalten. Gegen mehr Kontrollen sind 14,2 Prozent der Befragten.
Jeder zweite Deutsche fühlt sich nicht in Sicherheit
Zudem glauben laut Umfrage 69,5 Prozent der Deutschen, dass sich die Sicherheitslage in Deutschland auch wegen des Kriegs im Nahen Osten verschärft hat, etwa durch Ausschreitungen im Zuge von Demonstrationen, durch islamistische Anschläge und Antisemitismus. Erschreckend: Etwa jeder zweite Deutsche (52,1 Prozent) sieht sich als nicht hinreichend durch die Sicherheitsbehörden geschützt. Nur 38,3 Prozent empfinden tendenziell ausreichenden Schutz.
Die Studien-Teilnehmer wurden auch zur Verteidigungspolitik befragt. Demnach befürworten 57 Prozent die Absicht, zwei Prozent oder mehr des Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung zu investieren. 31 Prozent sehen dies kritisch.
Bei der Studie stützt sich PwC auf eine repräsentative Befragung von jeweils 500 Männern und Frauen zwischen 18 und 65 Jahren am 9. und 10. Januar. Die Ergebnisse, die an eine Untersuchung von 2022 anknüpfen.

Polizisten auf dem Weg zur einer Abschiebung in Schwerin im Dezember 2023
Den Ausbau der Truppenpräsenz an der Nato-Ostflanke, insbesondere mit der vorgesehenen deutschen Kampfbrigade in Litauen, halten insgesamt 58 Prozent für eher notwendig. Nach ihrer Einstellung zur Bundeswehr befragt, äußerten sich insgesamt aber nur noch 45,5 Prozent der Befragten positiv. 2022 nahmen noch 54 Prozent die Bundeswehr positiv wahr.
Bei der Frage, ob sich die Ukraine mit der Unterstützung des Westens erfolgreich gegen Russland wird behaupten können, sind die Deutschen skeptisch: 39 Prozent sehen Chancen. 48 Prozent betrachten die langfristige Widerstandsfähigkeit der Ukraine eher skeptisch.
Skeptisch sind die Befragten im Hinblick darauf, ob die Nato und der Westen ihre Abschreckungspolitik gegenüber Russland im Falle einer erneuten Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten wie bisher fortsetzen würden. Nur 7 Prozent halten die USA diesbezüglich für verlässlich, 15,4 Prozent haben immerhin eher großes Vertrauen. Eine deutliche Mehrheit von 59,1 Prozent rechnet laut Umfrage damit, dass die USA unter einer Präsidentschaft Trumps ihr Engagement für die Ukraine reduzieren würden.
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