Umfrage-Klatsche: Auto zunehmend populär, Bus und Bahn unbeliebt
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Unsere Bundesregierung propagiert das Narrativ vom ach so klimaschädlichen Auto und dem so viel solidarischeren Fahren mit Bus und Bahn wo sie nur kann. Doch in der Bevölkerung scheint sie sich damit die Zähne auszubeißen: Das Auto bleibt laut einer neuen Umfrage beliebtestes Verkehrsmittel, und gewinnt sogar an Popularität, vor allem in der jungen Generation.
72 Prozent wollen das Auto
In der am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Befragung der HUK Coburg, wurden im Januar und Februar 4042 Bürger befragt. 72 Prozent gaben dabei an, dass das Auto in Zukunft ihre Mobilitätsanforderungen am besten erfüllen werde – fünf Prozentpunkte mehr als bei der Befragung vor einem Jahr. Unter den ganz jungen Teilnehmern im Alter von 16 bis 24 Jahren waren es sogar 74 Prozent, elf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Bus und Bahn sind dabei – nach wie vor – sogar deutlich weniger beliebt, als das Fahrrad und das Gehen: 23 Prozent sagten „zu Fuß“, 19 Prozent nannten das Fahrrad, 15 Prozent die Bahn, 11 Prozent den Bus, 10 Prozent Tram und S-Bahn. Das entspricht in etwa den Ergebnissen der Vorjahre, Radeln und Gehen haben im Vergleich zur ersten Umfrage im Corona-Jahr 2021 aber stark an Beliebtheit verloren.
Angst vor „steigende Kosten für Mobilität“
Die größte Sorge vieler Befragter ist, dass der Verkehr jedweder Art teurer wird – 38 Prozent nannten „steigende Kosten für Mobilität“. Einem Drittel ist aber auch die politische Festlegung auf Elektroautos suspekt. Ein Fünftel sah eine „zu starke öffentliche Bevormundung“, doch ebenfalls ein Fünftel, dass der Umweltschutz zu kurz komme.
Dass sich angesichts der stark gestiegenen Energiepreise Verkehrsplanung und -politik ändern müssen, glauben fast zwei Drittel der Befragten: 63 Prozent befürworteten die Aussage, dass die bisherigen Mobilitätskonzepte geändert werden müssten. Welcher Art diese Änderungen sein müssten oder sollten, fragte das Umfrageinstitut Yougov nicht ab.
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