Umgang mit Frauen und Feuerlöschern: Bezirksregierung gibt Verhaltensknigge für Flüchtlinge raus
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Diebstähle, absichtlich ausgelöste Feuerwehreinsätze und Belästigungen von Frauen: Die Anwohner der Notunterkunft für Flüchtlinge im Paderborner Stadtteil Schloss Neuhaus erheben schwere Vorwürfe gegen die Bewohner der Unterkunft. Fast 800 Menschen sind dort untergebracht – und sie alle sollen nun einen Verhaltensknigge bekommen, wie sie sich für ein gutes Zusammenleben zu benehmen haben.
Das lokale Radio Hochstift berichtet von Belästigungen. Geflüchtete hätten demnach ungefragt Fotos von Frauen und Mädchen gemacht. Der Verhaltensleitfaden solle das in Zukunft verhindern. Aber nicht nur der Umgang mit Frauen und Mitmenschen generell wird darin thematisiert, auch Mülltrennung oder die sachgemäße Verwendung eines Feuerlöschers.
Das entschied der Bezirksausschuss Schloß Neuhaus-Sande am Mittwoch in einer Sitzung. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, bezogen Dezernent Jörg List, Einrichtungsleiterin Simone Bürger und Rüdiger Most von der Behördenleitung selbstkritisch Stellung zur angespannten Situation und den Vorwürfen. Sie kündigten neben dem Knigge weitere Maßnahmen an.

Das Rathaus Paderborn
So soll die Zusammensetzung der Bewohner geändert werden, so die Bezirksregierung. Es sollen wieder – wie einst angedacht – vermehrt Menschen aus der Ukraine und Familien in der Notunterkunft wohnen. Auch den absichtlich ausgelösten Feuerwehreinsätzen will man Herr werden: Die freiwilligen Kräfte rücken nicht mehr automatisch und sofort aus, wenn ein Notruf kommt – sie warten drei Minuten ab, ob Mitarbeiter der Unterkunft den Notruf zurücknehmen. Die drei Feuerwehr-Übeltäter seien identifiziert worden.
Bald schon sollen weitere Gespräche der Bezirksregierung über die Situation in der Notunterkunft stattfinden, auch mit der Polizei.
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