„Unpassend“: Kölner Ex-Oberbürgermeisterin Reker distanziert sich erneut von „Armlängen“-Aussage
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Die frühere Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich erneut von ihrer umstrittenen Äußerung nach der Kölner Silvesternacht 2015/2016 distanziert. Sie bezeichnete es als Fehler, Frauen damals geraten zu haben, eine „Armlänge Abstand“ zu halten.
„Das war natürlich unpassend“, sagte Reker dem Kölner Stadt-Anzeiger in einem aktuellen Gespräch. „Die Frauen in der Silvesternacht konnten keine Armlänge Abstand halten. Aber offen gestanden: Der Shitstorm, den ich daraufhin erlebt habe, hat mich weitaus weniger berührt als das Schicksal dieser Frauen.“
„Wendepunkt in der deutschen Aufnahmepolitik“
Die Silvesternacht vor genau 10 Jahren mit massenhaften Sexual- und Raubstraftaten, begangen von jungen Migranten aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum, bezeichnete Reker rückblickend als „Wendepunkt in der deutschen Aufnahmepolitik“. Viele Menschen hätten danach ihre Sorgen deutlicher geäußert, auch wenn sich die grundsätzliche Haltung zur Aufnahme Geflüchteter nicht verändert habe.

Silvester 2024: Polizeibeamte kontrollieren Personen vor dem Kölner Dom.
Reker berichtete zudem, dass sie kurz nach den Ereignissen überraschend Unterstützung aus Hamburg erhalten habe. Der damalige Bürgermeister Olaf Scholz habe sie angerufen und ihr Hilfe angeboten. „Er fragte, wie es mir mit der Situation geht“, sagte Reker. Scholz habe gewusst, dass sie als Oberbürgermeisterin nicht für die Polizei zuständig sei, und ihr angeboten, sie bei der Einschätzung der Lage zu unterstützen.
Dieses Gespräch habe ihr in einer schwierigen Phase sehr geholfen. Sie sei damals politisch weitgehend auf sich allein gestellt gewesen. Weder der damalige nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) noch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) seien für sie erreichbar gewesen.
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