US-Journalist deckt auf, wie Somalier-Clans Hunderte Millionen Dollar für Kitas eingestrichen haben, die es gar nicht gibt
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In den USA scheint ein gigantischer und organisierter Betrug von Sozialleistungen durch somalische Clans aufgedeckt worden zu sein. Der 23-jährige unabhängige Journalist Nick Shirley hatte am zweiten Weihnachtsfeiertag eine 42-minütige Dokumentation ins Netz gestellt, die zeigt, wie die Betrugsmasche funktioniert: In Millionenhöhe werden staatliche Fördergelder des US-Bundesstaates Minnesota für den Betrieb von beispielsweise Kindertagesstätten oder Lernzentren eingestrichen, ohne dass dort je Kinder betreut oder unterrichtet worden wären.
Es sollen Hunderte Millionen, möglicherweise sogar Milliarden Dollar an Fördermitteln missbraucht worden sein. Der Beitrag ist inzwischen weit über 100 Millionen Mal angeschaut worden. Zahlreiche Politiker und Personen der Öffentlichkeit haben auf die Betrugsvorwürfe reagiert und auch den etablierten Medien Versagen vorgeworfen. Das FBI ermittelt und spricht nur von „der Spitze des Eisbergs“. Tim Walz, der Gouverneur von Minnesota, wehrt sich dagegen. Er habe dem Betrug selbst den Kampf angesagt.

Der Journalist Nick Shirley (links) und sein Informant David
Millionen-Förderungen, aber nirgendwo Kinder
„Das ist möglicherweise der größte Sozialbetrug in der Geschichte der USA, der gerade im Bundesstaat Minnesota stattfindet“, sagt Shirley zu Beginn seiner Dokumentation. Mit einem älteren Mann namens David, der schon länger den Fördergeldern hinterherrecherchiert, fuhr Shirley von Kita zu Kita zu Lernzentrum und zur nächsten Kita. Nirgends waren Kinder anzutreffen. Stattdessen waren an den angeblichen Kindertagesstätten die Türen verschlossen, die Fenster schwarz verhangen und in der Regel niemand zu sehen. Dennoch hatten all diese Orte eines gemeinsam: Sie haben in den letzten Jahren Millionenbeträge an Fördersummen erhalten, um dort bis zu 100 Kinder zu betreuen.

Beim Learning-Center fehlt der Buchstabe „N“.
An einem Lernzentrum, das in den vergangenen beiden Jahren rund 4 Millionen Dollar an Steuergeld bekommen hatte, um bis zu 99 Kinder zu unterrichten, war ebenfalls niemand anzutreffen – keine Kinder und auch keine Lehrer oder Betreuer. Dafür war der Name „Quality Learing Center“ falsch und mit einem fehlenden N geschrieben, was in der Regel nicht für die großen Lehrkompetenzen einer solchen Einrichtung spricht. Ein Anwohner berichtet: „Ich lebe hier seit 2017. In acht Jahren habe ich hier nicht ein Kind gesehen.“
War doch jemand vor Ort, handelte es sich um Menschen der somalischen Community, die aggressiv auf den Journalisten reagiert haben und diesen auch verfolgt haben. Niemand wollte reden. Immer wieder ist der Journalist an Manager verwiesen worden, die gerade nicht dort seien – oder er ist gänzlich abgewimmelt worden.
Die möglichen Betrugsfälle waren dem FBI offenbar bereits bekannt – die Ermittlungen werden nun nach der Berichterstattung von Nick Shirley weiter intensiviert. Das teilte FBI-Chef Kash Patel via X mit: „Das FBI ist sich der jüngsten Meldungen in den sozialen Medien in Minnesota bewusst. Doch schon bevor die öffentliche Debatte online eskalierte, hatte das FBI Personal und Ermittlungsressourcen nach Minnesota entsandt, um groß angelegte Betrugsmaschen aufzudecken, die Bundesprogramme ausnutzten. Betrug, der Steuerzahler schädigt und schutzbedürftige Kinder ausbeutet, bleibt für das FBI in Minnesota und landesweit eine der obersten Prioritäten.“
Auch das Weiße Haus hat auf die Berichterstattung reagiert und an das FBI verwiesen: „Ein massiver Betrugsfall in Minnesota wird endlich aufgedeckt. Es ist Zeit, Rechenschaft abzulegen.“ US-Vizepräsident J.D. Vance schreibt bei X über Nick Shirley: „Dieser Typ hat weitaus mehr nützlichen Journalismus betrieben als jeder der Gewinner der Pulitzerpreise 2024.“
Mike Johnson, der Sprecher des Repräsentantenhauses, sieht in den Recherchen auch ein Versagen der etablierten Medien: „Diese atemberaubende Berichterstattung ist eine Anklage sowohl gegen die nationalen Nachrichtenmedien als auch gegen verantwortungslose und gefährliche Amtsträger in Minnesota wie Tim Walz, die diese massiven Betrugsmaschen jahrelang zugelassen haben.“
Elon Musk, auf dessen Plattform X das Video mehr als 100 Millionen Aufrufe erzielt hat, schreibt: „Der Betrug ist so offensichtlich, dass sie sich nicht einmal die Mühe machen, ein Kind für die Show zu engagieren oder gefälschte Bilder von Kindern zu verschicken.“
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