US-Navy hörte U-Boot-Implosion mit: Das Ende der Titan
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- Die US-Marine hörte das Geräusch der Implosion des Touristen-Tauchboots Titan, kurz nachdem es vermisst gemeldet worden war.
- Das erklärte ein hochrangiger Navy-Beamter gegenüber dem Wall Street Journal.
- In der Hoffnung, Überlebende zu finden, wurde die Rettungsaktion fortgesetzt.
- Im Netz kursieren bereits Theorien, wie die Implosion der „Titan“ genau abgelaufen sein könnte.
Alle Hoffnung war umsonst!
Ein streng geheimes Unterwasser-Mikro der US-Marine entdeckte die Implosion des Titan-U-Boots bereits Stunden nachdem das U-Boot den Kontakt zum Mutterschiff verloren hatte, berichtet das Wall Street Journal (WSJ). Nachdem die kleine Tauchkapsel mit fünf Personen an Bord am Sonntagmorgen als vermisst gemeldet worden war, hatte die Navy offenbar sofort begonnen, nach Geräuschen der „Titan“ zu lauschen.
Die Marine überwacht die US-Küste mit einem akustischen Erkennungssystem, um feindliche U-Boote frühzeitig zu entdecken. Nachdem der Kontakt zum Touristen-U-Boot am Sonntag um 9.45 Uhr abgebrochen war (eine Stunde und 45 Minuten nach dem Abtauchen), hatte man umgehend die jüngsten Aufzeichnungen des Geheim-Mikros analysiert und tatsächlich einen ungewöhnlichen Ausschlag entdeckt.
Die Experten deuteten diesen demnach sofort als Implosion oder Explosion und gaben die Information an den Einsatzleiter der Rettungsaktion weiter, um die laufende Suche zu unterstützen.

Am gestrigen Donnerstag wurden dann Trümmer in der Nähe des Bugs der „Titanic“-Wracks gefunden – die „Titan“, wie kurz darauf offiziell betätigt wurde. Und: Die Behörde teilte mit, dass die fünf Menschen an Bord vermutlich durch eine Implosion ums Leben gekommen sind.
Bei den Opfern handelt es sich um den CEO von OceanGate, Stockton Rush (61), den französischen Marine-Veteranen Paul-Henri Nargeolet (77), den britischen Milliardär Hamish Harding (58), den pakistanischen Geschäftsmann Shahzada Dawood (41) und seinen Sohn Suleman, der gerade 19 Jahre alt war. Für die Männer, von denen einige 250.000 Dollar bezahlt hatten, um das berühmte Schiffswrack zu sehen, sei die Implosion der sofortige Tod gewesen, so ein Navy-Sprecher. Experten zufolge gibt es kaum Aussichten, ihre sterblichen Überreste zu bergen.

„Dies ist eine unglaublich unbarmherzige Umgebung dort unten. Die Trümmer deuten auf eine katastrophale Implosion des Schiffes hin", sagte Paul Hankin, ein an der Suche beteiligter Tiefseeexperte laut Daily Mail. Man werde das Gebiet in der Tiefe weiter nach sterblichen Überresten absuchen – ohne allzu große Hoffnung auf Erfolg.
Theorien zum Ablauf der Implosion auf Twitter
Auf Twitter kursieren derweil schon Theorien, wie die Implosion des Mini-U-Boots genau abgelaufen sein könnte. „Wenn ein U-Boot-Rumpf kollabiert, bewegt es sich mit einer Geschwindigkeit von 1500 Meilen pro Stunde nach innen“, heißt es in einem millionenfach geklickten Tweet vom britischen Internet-Star Oli London. 1500 Meilen pro Stunde entsprechen 2400 km/h. Die Luft im inneren der Passagier-Kapsel entzünde sich, auf die anfängliche Implosion folge eine Explosion. Die vollständige Zerstörung des Boots dauere etwa eine Millisekunde, kürzer als ein Augenblinzeln.
Große Bauteile der Titan gefunden
Einsatzkräfte konnten inzwischen fünf Haupt-Bauteile des Mini-U-Bootes in der Nähe des „Titanic“-Wracks aufspüren.
Rescuers have found 'five major' parts of the destroyed Titan sub https://t.co/5ayjVXgLv1 pic.twitter.com/FcNRt8OstC
— Daily Mail Online (@MailOnline) June 23, 2023
Gefunden wurden das Bullauge, vordere und hintere Druckkammer, das Landegestell und die Heckflosse der implodierten „Titan“.
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