Vergewaltigungsopfer von Illerkirchberg spricht über grausame Tat: „Ich war weg“
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- 2019 wird in Illerkirchberg eine 14-Jährige von mehreren Asylbewerbern vergewaltigt.
- Das Opfer leidet bis heute unter Tat.
- Der Täter weigert sich, nach Afghanistan zurückzukehren.
Es war eine unvorstellbare Tat. Im Oktober 2019 wird eine damals 14-Jährige in einer Asylunterkunft in Illerkirchberg Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Insgesamt neun Mal vergewaltigen die Männer das Mädchen nach einer Party in Ulm. Die damals 17 und 24-jährigen Täter werden zu 26 und 27 Monaten Haft verurteilt. Der Ältere, ein Afghane, wird anschließend wieder in dem kleinen 4700-Seelen-Dorf untergebracht. An die Öffentlichkeit gelangt das erst, nachdem sich eine weitere schreckliche Tat in Illerkirchberg ereignet.
Nun hat das heute 18-jährige Opfer der Gruppenvergewaltigung mit der Bild am Sonntag gesprochen.
Opfer erhält nach der Tat Morddrohungen
Ursprünglich hätte sie sich an diesem Abend mit einer Freundin treffen wollen, die jedoch nicht kam. Daraufhin ging sie mit fünf jungen Männern – darunter auch die späteren Täter – und anderen Mädchen in der Ulmer Innenstadt feiern.
Weil ihre Mutter nichts davon wusste, traute sie sich nicht, sie anzurufen, als die Party sich auflöste. Deshalb sei sie mit in die Asylunterkunft gefahren. Die Täter gaben ihr ein Glas Wasser. „Damit habe ich unbemerkt Zeug bekommen und war weg“, erklärt die junge Frau gegenüber der Bild.

Foyer der Gemeindehalle von Illerkirchberg
Doch auch nach der Tat geht das Martyrium für sie weiter. Aus dem Umfeld der Täter erhält das Mädchen Morddrohungen, wird mit Anrufen bombardiert. „Bei denen wird geschaut, dass sie wieder auf die Beine kommen“, sagt die Mutter. Was mit ihrer Tochter ist, sei hingegen egal.
Opfer musste Ausbildung abbrechen
Dabei hat die heute 18-Jährige schwer mit den Folgen der Tat zu kämpfen. So leidet die junge Frau bis heute an einer posttraumatischen Belastungsstörung und kann im Zuge dessen nur vier Stunden am Tag arbeiten. Eine Ausbildung zur Kinderpflegerin musste sie deshalb abbrechen. Demnächst beginnt sie eine neue Ausbildung.
Dazu kommt, dass sie noch heute als „Schlampe“ beschimpft wird. Denn obwohl die Familie umzog, wüssten viele, wer das Opfer sei. Auch aus der Politik kamen damals erniedrigende Worte. So kommentierte der Ulmer Bürgermeister Gunter Czisch (CDU): „Ich frage mich, was ein 14-jähriges Mädchen nachts in Ulm will.“ Nach einem Shitstorm entschuldigte er sich für seine Aussage.
Täter tanzt Behörden bis heute auf der Nase herum
Doch damit nicht genug. Im Zuge der Ermittlungen um den Fall der 14-jährigen Ece, die am 5. Dezember des vergangenen Jahres von einem eritreischen Asylbewerber an einer Bushaltestelle in Illerkirchberg erstochen wurde, kam heraus: Einer der Vergewaltiger von 2019 wurde nach Verbüßung seiner Haftstrafe wieder in Illerkirchberg untergebracht. Ohne das Wissen der Dorfbewohner und obwohl von dem Mann aus Afghanistan immer noch eine hohe Gefahr für Frauen ausgeht. Das Bundesinnenministerium unter Nancy Faeser entschied selbst, dass der heute 30-Jährige, trotz polizeilicher Warnung, nicht nach Afghanistan abgeschoben werden dürfe.

Eim Asylbewerber aus Eritrea wurde im Fall des Messerangriffs auf zwei Schülerinnen in Illerkirchberg zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
Seitdem tanzt Mohtajar N. den Behörden auf der Nase herum, flüchtete zwischenzeitlich sogar nach Frankreich, wurde dort aber von den Franzosen aufgegriffen und umgehend zurückgebracht. Weil er damit gegen seine regelmäßige Meldepflicht verstieß, wurde er zu einer Strafzahlung von 1000 Euro verurteilt. Dieselbe Summe hatte man ihm zuvor für die freiwillige Rückkehr in sein Heimatland geboten. Bis jetzt vergebens. Da Mohtajar N. nur noch Gutscheine bekommt, hat er kein Geld, um die Strafe zu begleichen.

Ein 30-jähriger Afghane, der wegen Vergewaltigung verurteilt wurde, weigert sich Deutschland zu verlassen
Wie es aussieht, muss sein Opfer also weiterhin damit leben, dass ihr Peiniger frei in Deutschland herumläuft. Dennoch will die junge Frau nach vorne schauen. „In sechs Wochen bin ich endlich hier raus. Ich habe abgeschlossen und hasse niemanden.“
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