Vertrauen in den Staat rauscht in den Keller
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Das Vertrauen der Deutschen in die staatlichen Institutionen ist auf einen Tiefstand gesunken. Aktuell gehen nur noch 27 Prozent der Bürger davon aus, dass der Staat in der Lage ist, seine Aufgaben zu erfüllen, heißt es in einer Forsa-Umfrage, die der Beamtenbund in Auftrag gegeben hat. 69 Prozent sind sich sicher, dass der Staat überfordert ist. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 66 Prozent. Im Osten ist der Unmut noch größer: Hier meinen 77 Prozent der Menschen, dass der Staat überfordert ist.
Lediglich die Anhänger der Grünen glauben mit 52 Prozent mehrheitlich, der Staat könne derzeit noch seine vielfältigen Aufgaben wahrnehmen. Bei den Wählern der AfD ist die Ablehnung mit 93 Prozent am größten. „Aufgrund des anhaltenden großen Unmuts über das Krisenmanagement der Ampel-Koalition vor allem bei der Versorgung mit sicherer und bezahlbarer Energie sowie der Eindämmung der hohen Inflationsrate“ gehe das Vertrauen in die politischen Institutionen immer weiter zurück, schreiben die Autoren der Umfrage.
Öffentliche Dienst steht in der Kritik
Die größte Überforderung sehen die Befragten bei der Asylpolitik. 26 Prozent glauben, der Staat könne der Lage nicht mehr Herr werden. Die zweitgrößte Sorge ist mit 19 Prozent die Schul- und Bildungspolitik, dahinter folgt der Klima- und Umweltschutz (17 Prozent).
Wie bereits in den vergangenen Jahren glauben weiterhin nur wenige Befragte (11 Prozent), dass die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes in den letzten Jahren dazu gewonnen hat. Deutlich mehr Befragte (45 Prozent) sind sich sicher, diese sei eher geringer geworden. Die jährlich durchgeführte Erhebung des Beamtenbundes fand im Juni 2023 statt. Befragt wurden 2.008 repräsentativ ausgewählte Bürger.
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