Zehntausende auf Flammen-Flucht! Diese Waldbrände sind der Grund für die Mars-Bilder aus New York
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Die weiten Waldlandschaften in Kanada brennen schon seit Wochen, erst im Westen des Landes, jetzt im Osten. Aber erst, seit der Rauch des Feuer-Infernos die Sehnsuchtsstadt New York in ein apokalytisches Rot haucht, nimmt die Welt Notiz von der Naturkatastrophe.
Mehr als 10.000 Menschen mussten allein in der vergangenen Woche ihre Häuser verlassen, fliehen vor den Flammen, vor allem in der Provinz Nova Scotia, knapp 1000 Kilometer nordöstlich von Big Apple. Am vergangenen Freitag gab es in Kanada 210 Feuer, davon waren 90 außer Kontrolle. Der Rauch hangelt sich die Atlantik-Küste runter, sorgt für die Mars-Bilder. Fast 3 Millionen Hektar Wald wurden in diesem Jahr schon vernichtet.
Der Kampf gegen die Flammen ist für die kanadische Feuerwehr nicht allein zu stemmen, die Einsatzkräfte bekommen von knapp 1000 Feuerwehrleute aus den USA, Australien, Neuseeland und Südafrika Unterstützung. Zudem wurden kanadische Soldaten in die Provinzen am Atlantik verlegt.


Die Menschen in New York wurden aufgefordert, sich so weit wie möglich drinnen aufzuhalten, anstrengende körperliche Aktivitäten so weit wie möglich zu vermeiden und die Fenster zu schließen. An Schulen und Kindergärten wurden sämtliche Outdoor-Aktivitäten abgesagt, viele andere Veranstaltungen unter freiem Himmel sowie einzelne Theatervorführungen wurden ebenfalls abgesagt.
In New York galt der offiziellen Seite Airnow.gov zufolge zwischenzeitlich die höchste Stufe der Luftverschmutzung: „Gefährlich“. Auf den Straßen waren deutlich weniger Menschen als sonst unterwegs, viele trugen die aus der Pandemie bekannten Masken. In den Häuserschluchten nahm nicht nur die Sichtweite deutlich ab, der Rauch wurde für Millionen auch körperlich spürbar. „Es riecht wie bei 9/11“, kommentierte eine New Yorkerin in Erinnerung an die Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001.


„Heute ist nicht der Tag, um für einen Marathon zu trainieren“, sagte New Yorks Bürgermeister Eric Adams am Donnerstag.
Mittlerweile ist der Rauch auch Richtung Osten über Island und Grönland gezogen. Experten des norwegischen Klima- und Umweltforschungsinstituts gehen davon aus, dass der Rauch auch dort, im Hohen Norden von Europa, bald spürbar sei – aber in einer Konzentration, die die Gesundheit nicht gefährdet.
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