300.000 Euro Steuergeld für Monster-Werbekampagne für mehr Sicherheit im Berliner Verkehr
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Berlin hat ein Riesenproblem – und das sind keine Schlaglöcher! Aggressivität, Drängeln und ständige Unfälle machen den Straßenverkehr in der Hauptstadt zur echten Gefahrenzone. Jetzt greift Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) durch – und schickt 300.000 Euro Steuergeld teure Monster in den Kampf, berichtet die B.Z.
Mit einer neuen Plakat-Kampagne im Wert von 300.000 Euro will Bonde den Berlinern Respekt und Rücksicht beibringen. Die Idee: Monster sollen symbolisch für das aggressive Verhalten im Straßenverkehr stehen. „Pöbeln, Drängeln, Hupen produzieren Konflikte und Unfälle, machen die täglichen Wege für alle anstrengender und gefährlicher“, erklärt die Senatorin.
Drei Wochen lang werden bis zu 690 Plakat-Aufsteller in der Stadt die flauschigen, aber bissigen Wesen zeigen. Sprüche wie „Lass dich nicht rasend machen“ oder „Dreh nicht gleich am Rad“ sollen zum Nachdenken anregen.
Aber warum gerade Monster? „Wir reagieren oft zu irrational und verwandeln uns – im übertragenen Sinne – in echte Verkehrsmonster.“, so Bonde. Die Figuren sollen vor allem Kinder ansprechen, damit sie diese wichtigen Botschaften früh verinnerlichen und ihren Eltern mit auf den Weg geben.

Die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU)
Bonde sieht ein, dass 300.000 Euro „viel Geld“ sei. „Aber, was ist das im Vergleich zu nur einem geretteten Menschenleben?“, so die Christdemokratin. Würden Blitzer und härtere Kontrollen nicht mehr bewirken? Dazu sagt Bonde: „Man muss beides parallel sehen.“
Die Zahlen sprechen für sich
„Nach einer aktuellen Umfrage erleben 56 Prozent der Berliner regelmäßig Beschimpfungen oder Streitereien im Straßenverkehr. Und nur 37 Prozent der Befragten schätzen andere Verkehrsteilnehmer als rücksichtsvoll auf der Straße ein“, berichtet die B.Z. Im vorigen Jahr verzeichnete die Polizei 134.136 Unfälle in Berlin – das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Tragischer Höhepunkt: 33 Menschen verloren dabei ihr Leben.
Die 300.000 Euro teuren Monster haben also eine große Aufgabe vor sich!
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Redaktion
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