„4 Blocks“-Star Ramadan zu zehn Monaten Knast verurteilt: „Komplette Scheiße, die ich gebaut habe“
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„4 Blocks“-Star Kida Khodr Ramadan muss möglicherweise in den Knast!
Das Amtsgericht Berlin verurteilte den bekannten Schauspieler zu einer Strafe von 10 Monaten ohne Bewährung wegen Fahrens ohne Führerschein in vier Fällen.
Ramadan war nicht nur ohne Führerschein unterwegs, er wurde dabei auch noch zu schnell, am Handy, beim Überfahren einer roten Ampel und beim Fahren im Gegenverkehr erwischt. Der Schauspieler räumte alle Taten ein, hatte für jeden der vier Fälle eine drehbuchreife Ausrede parat. „Am Ende des Tages ist es komplette Scheiße, die ich gebaut habe“, sagt er wörtlich.
Richter: „Dann müssen Sie halt Taxi fahren“
Der Richter erklärte: „Sie wissen um die Bewährung und wissen, dass Sie nicht Auto fahren dürfen. Dann müssen Sie halt Taxi fahren. Geldstrafen reichen hier nicht mehr aus, weil wir hier einschlägige Vorstrafen haben.“ Und weiter: „Zu einer Bewährung kann ich aktuell keine günstige Sozialprognose stellen. Über die Zeit von knapp 9 Monaten ist es immer wieder zu Taten gekommen. Sie hätten spätestens bei der ersten Kontrolle der Polizei aufwachen können und hätten sagen können: Ich hör’ jetzt auf.“
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Prozessbeteiligten haben eine Woche lang Zeit, um Berufung einzulegen oder in Revision zu gehen.

Kurz vor dem Richterspruch: Ramadan am Mittwochmorgen
Berühmtheit sei ihm „zu Kopf gestiegen“
Ramadan erklärte, dass bei ihm ADHS diagnostiziert wurde und ihm auch seine Berühmtheit zu Kopf gestiegen sei: „Es ist halt leider so, dass ich über Nacht berühmt wurde und damit gar nicht klarkommen konnte. Ich kann nicht in die U-Bahn, ich kann nicht mal zu Rewe einfach einkaufen. Ich kann meine Mutter nur sonntagmorgens um 8 Uhr besuchen, weil ich überall erkannt werde.“
Zudem habe er sich in allen vier Fällen in familiären, menschlichen oder beruflichen Notsituationen befunden, weswegen er sich hinters Steuer setzte.
Schon 2022 wurde Ramadan wegen Fahrens ohne Führerschein in 33 Fällen zu zehn Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt, wogegen der Schauspieler nun vier weitere Male verstoßen hatte. Deswegen sagte Erster Oberamtsanwalt Andreas Winkelmann in seinem Plädoyer auch, dass Ramadan „insgesamt überzogen“ habe und daher keine weitere Bewährung möglich sei.
Julius Böhm
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