500.000 Senioren in Grundsicherung: Immer mehr Rentnern reicht die Rente nicht mehr zum Leben
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Immer mehr Rentner müssen neben ihren Renteneinkünften auch Grundsicherungsleistungen beziehen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur mit Bezug auf eine Auswertung des Statistischen Bundesamts für die AfD. Demnach ist die Zahl der Rentner in Grundsicherung von etwa 414.000 Ende 2020 auf 469.000 im vergangenen September gestiegen.
Die Entwicklung folgt dabei einem langjährigen Trend: 2010 bezogen 283.000 Rentner Grundsicherung im Alter. Fünf Jahre später war die Zahl bereits bei 414.000 – und Ende 2022 bei 454.000. Davon entfallen 249.000 Fälle auf Frauen und 205.000 auf Männer. „Bei insgesamt rund 16,3 Millionen Bezieherinnen und Beziehern einer Altersrente entspricht dies einer Grundsicherungsquote von rund 2,8 Prozent (Ende 2020/2021 rund 2,6/2,7 Prozent). Insgesamt war die Zahl der Senioren mit Grundsicherung im Alter in den vergangenen Jahren gestiegen“, sagte eine Sprecherin der Rentenversicherung.
Der AfD-Abgeordnete René Springer sagte, dass diese Zahl „Ergebnis einer Politik, die prekäre Beschäftigung fördert und den ständig steigenden Lebenshaltungskosten nichts entgegenzusetzen hat“ sei. Zentrale Aufgabe deutscher Sozialpolitik müsse es sein, Altersarmut am Ende eines langen Erwerbslebens effektiv zu verhindern, so Springer.

Immer mehr Rentner beziehen Grundsicherung.
Steigende Zahl durch Freibetragsregelung?
Laut der Deutschen Rentenversicherung ist der Zuwachs hauptsächlich in der Freibetragsregelung begründet. Diese Freibetragsregelungen waren mit der Anfang 2021 gestarteten Grundrente eingeführt worden. Das Ziel war, dass Menschen mit besonders geringem Lohn Altersbezüge über der Grundsicherung erhalten.
Wer mindestens 33 Jahre Beiträge für Beschäftigung, Erziehung oder Pflege gezahlt hatte, aber besonders wenig verdient hat, kann seit Januar 2021 einen zusätzlichen Freibetrag bei der Beantragung von Leistungen der Grundsicherung im Alter geltend machen.
So sind 2021 bis zu 223 Euro der Rente bei der Grundsicherung anrechnungsfrei geblieben, 2023 bis zu 251 Euro. „Wer also mit seinem Einkommen bisher knapp über einem Grundsicherungsanspruch lag, kann durch den neuen (jährlich steigenden) Freibetrag anspruchsberechtigt werden“, sagte die Sprecherin.
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Redaktion
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