80 Prozent der Taschendiebe in NRW sind Ausländer – aber nur 15 Prozent der Menschen in NRW haben keinen deutschen Pass
Ein Beitrag von
In dem bevölkerungsstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen explodiert die von Ausländern begangene Kriminalität. Der Anteil an nichtdeutschen Tatverdächtigen bei Taschendieben erreicht 2023 einen Wert von über 80 Prozent. Und das, obwohl nur 15,6 Prozent der Menschen dort keinen deutschen Pass haben.
Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) stellte am Dienstagabend im Rahmen eines Pressegesprächs die Zahlen der Entwicklung speziell zu nichtdeutschen Tatverdächtigen vor. Diese ergeben sich aus den vorläufigen Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik des Landes, die im April vorgestellt wird. Das vorläufige Auswertungs-Papier liegt NIUS vor.
Überproportional vertreten: nichtdeutsche Tatverdächtige
Darin heißt es wörtlich: „Nichtdeutsche Tatverdächtige sind – gemessen am Bevölkerungsanteil – überproportional als Tatverdächtige in der Polizeilichen Kriminalstatistik NRW 2023 erfasst.“

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) ist bekannt für seine harte Kante gegen Clan-Kriminalität.
Von insgesamt 485.000 Tatverdächtigen hatten letztes Jahr 169.215 keinen deutschen Pass – der Anteil an nichtdeutschen Tatverdächtigen schießt somit auf knapp 35 Prozent in die Höhe. 2022 waren es noch 32 Prozent und 2021 noch 31 Prozent. Bedeutet: eine Steigerung im dritten Jahr in Folge.
Das ist besonders brisant, weil der Bevölkerungsanteil von Personen ohne deutschen Pass in Nordrhein-Westfalen nur 15,6 Prozentpunkte beträgt (Stand 2022). Das entspricht circa 2,8 Millionen Menschen. Insgesamt lebten in NRW Ende 2022 18,1 Millionen Menschen.
Vorsicht, Taschendiebe
Eine Straftat, die hervorsticht: Taschendiebstähle. Die Mehrheit an Taschendiebstählen, ganze 80,1 Prozent, wurde anteilig von Personen, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, begangen.
Bei Ladendiebstählen beträgt der Anteil an Tatverdächtigen ohne deutschen Pass fast die Hälfte: rund 48 Prozent. Bei Wohnungseinbrüchen erreicht dieser Anteil 47 Prozent, bei Raubdelikten 45,7 Prozent, bei Straftaten gegen das Leben 41 Prozent und bei gefährlicher sowie schwerer Körperverletzung sind es 40 Prozent.

Auffällig ist, dass bei all diesen Straftaten der Anteil an verdächtigten nichtdeutschen Tätern im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. So gingen auch die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung von 26,2 auf 27,4 Prozent innerhalb eines Jahres nach oben.
„Wir müssen über Ausländerkriminalität sprechen“
„Nichtdeutsche sind deutlich überrepräsentiert. Und das bei fast allen Delikten“, erklärte NRW-Innenminister Herbert Reul am Mittwoch. Reul mahnte: „Wir müssen über Ausländerkriminalität sprechen – fernab jedes politischen Gepolters.“
Von allen Bundesländern in Deutschland leben die meisten Personen mit Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen (2022: 25,1 Prozent). Jede vierte Person mit Migrationshintergrund lebt also in NRW.
Die Nationalitäten der Tatverdächtigen ohne deutschen Pass sind unter anderem:
- Türkei (11,5 Prozent)
- Syrien (9,4 Prozent)
- Rumänien (9,1 Prozent)
- Polen (7,2 Prozent)
- Bulgarien (4,2 Prozent)
- Ukraine (4,1 Prozent)
- Serbien (4 Prozent)
Die Zahl der Tatverdächtigen aus Syrien stieg im Jahr 2023 sogar um 21,3 Prozent an (2022: 13 059; 2023: 15 839). Und auch die Anzahl der Tatverdächtigen aus nordafrikanischen Staaten wie Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten und Libyen klettert hoch.
Die Anzahl nichtdeutscher Tatverdächtiger ist somit von 2022 (152.236) auf 2023 um 10,4 Prozent (169.215) gestiegen.
Mehr NIUS:
Kriminalitäts-Schock in Bayern: Straftaten durch Zuwanderer auf Rekord-Niveau!
Zara Riffler
Artikel teilen
Kommentare