Achtung, Achtung! Das klebt in Berlin, ohne dass die Polizei es abreißt
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Es ist ein Skandal, der auch medial für Furore sorgte. Anfang der Woche wurden Videos publik, in denen zu sehen war, wie Polizeibeamte – mitten in Berlin – Plakate von vermissten Hamas-Geiseln abrissen und zerknüllten. NIUS berichtete.
Grund genug für NIUS, den Berliner Stadtteil Neukölln zu besuchen, um sich mal genauer anzuschauen, welche Plakate noch in der Hauptstadt hängen und eben NICHT von der Polizei abgerissen werden.
Nochmal: Plakate von entführten jüdischen Kindern werden ebenso rigoros wie respektlos von Berliner Polizeibeamten entfernt. Die folgenden Plakat-Beispiele dürfen hingegen unbehelligt hängen bleiben.
Fundstück 1
Gefunden in der Sonnenallee in Berlin-Neukölln: Ein mit Tesafilm befestigtes DIN-A4 Blatt, auf dem steht: „Warum unterstützt Deutschland Israel? Weil diese zionistischen, faschistischen Juden auch Deutsche sind. Kolonialisten jüdischen Glaubens! Juden raus aus Palästina!“

Fundstück 2
Egal, ob an Litfaßsäulen, Hauswänden oder Barbershops: Diese Plakate hängen bunt verteilt im gesamten Berliner Stadtteil Neukölln. Der antiisraelische Ausruf „Free Palestine“ impliziert, dass Israel eine Kolonialmacht wäre, die die palästinensische Bevölkerung unterdrücken würde, weshalb der Staat „befreit“ werden müsste. Der Ausruf dient oft als Argumentationsrechtfertigung, um dem Staat Israel seine Existenzberechtigung abzusprechen.

Fundstück 3
Nicht das Einzige seiner Art: Zahlreiche Hauswände, wie hier in der Reuterstraße, sind mit Graffitis besprüht, die die „Befreiung“ Gazas fordern, wahlweise mit Aussprüchen wie „Free Gaza“ oder „Free Palestine“. Die überall in der Stadt verteilten Schmierereien sind deutlich sichtbar und wurden bisher noch nicht von der Polizei entfernt.

Fundstück 4
Ein weiteres Graffiti-Beispiel mit den Worten „Stop the genocide in gaza“ in der Sonnenallee. Damit wird dem jüdischen Staat vorgeworfen, einen Genozid an den Palästinensern zu begehen, vorrangig um antisemitische Ressentiments zu schüren, die jüdische Menschen als Kindermörder darstellen.

Fundstück 5
Hier finden sich Plakate der antisemitischen Organisation Samidoun in der Nähe des Berliner Hermannplatzes. Sie wurden zwar teilweise beschädigt, aber nicht von der Polizei entfernt.

Fundstück 6
Palästina Flaggen so weit das Auge reicht: Auch das Straßenschild Richtung Weserstraße war vor Palästina-Stickern nicht sicher.

Redaktion
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