„Achtung Reichelt“: Freibad-Gewalt – und die Regierung schaut zu
Ein Beitrag von
Früher hatte man Sorge, dass die Kinder im Freibad ertrinken. Heute hat man Angst, dass die Kinder im Freibad ertränkt werden.
In großen Teilen unseres Landes sind schon Sommerferien, eine Zeit, die in unser aller Erinnerung untrennbar mit dem Freibad verknüpft ist. Mit der Liegewiese und den aufregenden Blicken zwischen Jungs- und Mädchengruppen, dem Drei-Meter-Turm, der Mayo-getränkten Pommes, dem strengen Bademeister, der aussah wie ein Schwimmtrainer aus der DDR, hager, grauhaarig und gebräunt, und der jedes zu schnelle Laufen unverzüglich mit Trillerpfeife und gebellten Befehlen ahndete. Ein einzelner Mann gegen Hunderte aufgekratzte Jugendliche, gefürchtet und respektiert. Das Freibad war nicht nur ein Bad im Freien, sondern ein Bad in dem wir uns frei fühlten.
Die ganze Folge „Achtung, Reichelt!“ finden Sie hier:
Das Freibad unserer Kindheit ist KEIN längst untergegangener Ort. Das Freibad unserer Kindheit gab es genau so bis vor wenigen Jahren. Aber offene Grenzen haben das für immer verändert. In unseren Freibädern sehen wir nun, das unkontrollierte Migration sich immer zuerst auf Menschen auswirkt, die keinen eigenen Pool im Garten haben und sich keinen Flug in den Urlaub mit der ganzen Familie leisten können. Hinter schönen Hecken und hohen Mauern weiß man nicht, was in unseren Freibädern los ist.
Gewalt-Exzesse. Ungehobelte und respektlose junge Männer, die sich von niemandem etwas sagen lassen.
Die Lage in unseren Freibädern ist nicht plötzlich eskaliert, sondern mit Ansage über die letzten Jahre. Erst schleichend und dann immer schneller. Seit vier Jahren lesen wir Sommer für Sommer von Schlägereien, sexuellen Übergriffen, Messern, Gewalt. In nahezu allen Fällen haben die Täter Migrationshintergrund. Jeder im Land weiß, dass es die Politik war, die diese inakzeptablen und unzumutbaren Zustände geschaffen hat. Aber seit Jahren kümmert sich niemand um diesen immer dramatischer werdenden Missstand. Was in unseren Freibädern geschieht, ist ein Fall von Staatsversagen, der das Leben von Millionen Menschen schlechter macht: Erst richtet die Politik etwas an, um dann die Menschen damit zurück und allein zu lassen.
Die Wiese im Freibad gehört uns allen
Was unsere Regierung nicht versteht, ist, was die Erlebnisse im Freibad bei vielen und die Bilder aus dem Freibad bei Millionen Menschen auslösen. Es geht nicht bloß um Angst vor Gewalt, es geht nicht einfach um Kriminalität und die Sorge, zum Opfer werden zu können, besonders als Frau. Es geht um etwas, das viel tiefer geht. Es geht um Verlust. Es geht um die Wut, die in einem kocht, wenn man etwas weggenommen bekommt.
Die Wiese im Freibad gehörte uns allen. Sie war der gemeinsame Urlaubsort unseres Landes, für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, für Kinder aus allen Vierteln der Stadt. Und um es klar zu sagen, ja, auch früher gab es schon mal Stress im Freibad. Auch früher gab es mal Schlägereien. Es war nie nur friedlich. Aber das Freibad war kein Ort, den man meiden musste, sondern ein Ort, nach dem man sich sehnte. Ein Ort für alle, kein Ort der Angst.

Das kannten wir so bisher nicht: Die Polizei sorgt für Recht und Ordnung im Freibad
Was nun passiert, ist dies: Die Folgen von Politik nehmen uns etwas weg. Die Folgen unkontrollierter Migration nehmen uns ein Fleckchen Erde, einen Ort des Glücks, der Leichtigkeit, der Unbeschwertheit. Sie nehmen Menschen mit weniger Geld ihren Urlaubsort. Den Ort, an den unzählige hart arbeitende Menschen ohne Bedenken und ganz selbstverständlich ihre Kinder geschickt haben, wenn Sommerferien waren.
Viele Freibäder sind zu No-Go-Areas geworden. Für Frauen. Für Menschen mit weißer Haut. Das Freibad war ein Teil unserer Identität, nun ist es nicht mehr betretbar. Das macht etwas mit Menschen, besonders wenn sie spüren, dass niemand in der Politik sich ernsthaft dafür interessiert. Unkontrollierte Migration verändert ein Land für immer. Sie verändert, was Menschen als zuhause empfinden. Wenn Menschen das Gefühl haben, ihr Zuhause zu verlieren, zerbrechen Gesellschaften.
Julian Reichelt
Artikel teilen
Kommentare