Alarm in Neu-Delhi: Das ist kein Schnee, das ist Gift
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Es sieht aus wie in einer Traumwelt. Doch das, was da so fluffig-weiß auf dem Wasser des Yamuna-Flusses in Neu-Delhi schwimmt, ist giftiger Schaum. Ein trauriges Schauspiel, das sich jedes Jahr im Herbst wiederholt.
Nach heftigen Regenfällen ist der Yamuna-Fluss in der Nähe von Kalindi Kunj, Neu-Delhi, mit einer giftigen Schaumschicht bedeckt. Das Symptom einer gefährlichen Umweltkatastrophe!
Hinter dem Phänomen stecken traurige Tatsachen: Millionen Menschen leben in Neu-Delhi in Armut, in den Ghettos der Stadt sind sanitäre Anlagen Mangelware. Fäkalien werden im Fluss entsorgt. Auch große Industriebetriebe leiten kontaminierte Abfälle illegal das Gewässer. Gift und Gase lassen Schaum auf der Wasseroberfläche entstehen.

Viele gläubige Hindus gehen trotz Gefahr in den mit Giftschaum bedeckten Fluss. Manche baden sogar darin.
Die Menschen aus der Region gehen trotzdem ins Wasser. Der Yamuna-Fluss wird in der hinduistischen Religion als heilig angesehen. Einige baden aus religiösen Gründen im Schaum-Strom – andere weil ihnen die Gefahr für die Gesundheit einfach nicht bewusst ist.

Einige indische Anwohner bestaunen das Gift-Phänomen.
Umweltschützer machen die verfehlte Politik in Neu-Delhi für den verpesteten Strom verantwortlich. Die Regierung weist die Vorwürfe regelmäßig zurück und gibt an, dass die steigende Verschmutzung des Yamuna-Flusses auf illegale Entsorgungen aus den Nachbarstaaten Haryana und Uttar Pradesh zurückzuführen sei.
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