Albanien will mit Hilfe von ChatGPT schneller in die EU!
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Ein ungewöhnlicher Ansatz!
Albanien möchte mit Hilfe der künstlichen Intelligenz ChatGPT schneller in die Europäische Union eintreten. Der Chat-Bot soll Hunderttausende Dokumente zügig und günstig übersetzen.
Albanien gilt als proeuropäisch. In Umfragen sind 90 Prozent der Befragten für einen Beitritt. Seit Jahren möchte das Land auf dem Balkan Mitglied der EU werden.
280.000 Seiten sollen übersetzt werden
Um diesen Prozess nun zu beschleunigen, greift der albanische Premierminister Edi Rama zu ungewöhnlichen Methoden. Er möchte rund 280.000 Seiten Verordnungen, Empfehlungen, sowie Richtlinien der Europäischen Union vom OpenAI-Tool ChatGPT in die albanische Sprache Shqip übersetzen lassen.

Der Chat-Bot von OpenAI soll helfen, Dokumente zu übersetzen.
Dafür kontaktierte der Premier sogar die Technikchefin von OpenAI, Mira Murati, die ebenfalls Albanerin ist. Durch die künstliche Intelligenz würde man sich „eine Armee von Übersetzern und ein Bataillon von Anwälten (…) und Dutzende Millionen Euro“ sparen, so Rama. Die 34-jährige Murati stimmte seinem Vorhaben zu.
EU-Parlament ist skeptisch
Im EU-Parlament löst Ramas Plan Zweifel und Skepsis aus. Gesetzestexte müssten von „fachkundigen, menschlichen Juristen geprüft werden“, so der rechtspolitische Sprecher der Europa-SPD gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Davon abgesehen wage ich zu bezweifeln, dass das frei verfügbare ChatGPT eine Übersetzung von komplexen Gesetzestexten souverän meistern kann.“

Wirken bereits vertraut: Litauens Präsident Gitanas Nauseda, der niederländische Premier Mark Rutte, Polens Premierminister Donald Tusk und der albanische Premier Edi Rama gemeinsam auf dem Westbalkan-Gipfel.
Seit 2022 finden Beitrittsverhandlungen mit Albanien statt. Diese Woche äußerte sich die EU in einer Abschlusserklärung des Westbalkan-Gipfels grundsätzlich positiv: „Die Zukunft des Westbalkans liegt in unserer Union“. Bis es so weit ist, müsse Albanien allerdings noch offensiver gegen Korruption vorgehen, heißt es im jüngsten EU-Kommissions-Bericht.
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