Als Habeck vom „Auswechseln“ spricht, fangen die Unternehmer an zu lachen und zu applaudieren
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Ups! Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wollte heute auf dem Unternehmertag witzig sein – doch dann wurde er selbst ausgelacht …
Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen – kurz BGA – hat sein 75-jähriges Jubiläum. Am Mittwoch fand der BGA-Unternehmertag 2024 statt. Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Minister Habeck waren geladen. Am Mittag fand ein moderiertes Gespräch mit dem Wirtschaftsminister statt.
Robert Habeck versuchte heute auf dem Unternehmerevent besonders sympathisch zu wirken, so probierte er gleich zu Beginn ein paar Witze zu machen. Als er dann von der deutschen Wirtschaft sprach, bemühte der Vize-Kanzler Sport-Vergleiche:
„Wir buddeln uns selbst gerade in das Loch rein. Die Frage ist, wie man da raus kommt“, erklärte Habeck. Irgendwo müsse es einen „Kristallisationspunkt“ durch Innovationen geben, mit einer Haltung, die da laute: „Wir lassen uns hier nicht unterkriegen“.

Musste ein paar Lacher über sich ergehen lassen: Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch auf dem Unternehmertag.
Weiter fährt der Wirtschaftsminister fort, zu erklären, wie die „die Haltung“ aussehen müsse: „Wir haben jetzt die erste Hälfte der Saison gespielt. Wir gehen hier nicht als Mittelfeldplatz vom Platz – und auch nicht als Absteiger. Jetzt fangen wir doch mal wieder an, nach vorne zu spielen. Und dann wechseln wir ein paar Leute ein und wieder aus. Und dann läuft das schon wieder.“
Die Moderatorin witzelt: „Darf ich Sie beim Wort nehmen?“ Was sie wohl meint: Ob Robert Habeck sich selbst auswechseln wird, also als Minister von seinem Amt zurücktritt. Im Saal klatschen daraufhin die Unternehmer der Moderatorin zu. Heißt: Sie klatschen für das Auswechseln von Robert Habeck als Wirtschaftsminister!
Die Moderatorin lacht: „Das ist ja eine Steilvorlage – Entschuldigung.“ Habeck schaut sie irritiert an – er findet es nicht so witzig. Denn er lacht nicht …
Sehen Sie hier das Video, wie Unternehmer über Robert Habeck lachen:
Habeck weicht aus: „Was war denn die Frage?“
Und damit hat Robert Habeck die Peinlichkeit auch bei weitem noch nicht überstanden. Die Moderatorin bohrt nämlich weiter. Sie fragt ihn: „Wir wechseln da ein paar Leute aus. Und dann geht es wieder nach vorne. Ist der Wechsel schon Wahlkampf oder nicht?“
„Ich sollte vorsichtig sein mit den Sport-Vergleichen“, gesteht Habeck rasch ein. Dann druckst und stottert er herum. „Dann muss ich doch noch über Sport reden …“ Die Moderatorin lässt die Ablenkung nicht durchgehen: „Aber auch die Frage beantworten!“
Habeck tut so, als erinnert er sich nicht mehr an die Frage: „Was war denn die Frage?“ – „Ob dieser Personalwechsel schon Teil ihres Wahlkampfes ist?“, entgegnet sie. „Sie meinen jetzt in meinem Laden?“, fragt der Wirtschaftsminister nach. – „Was sonst?“.
Das Rumgedruckse machte die Situation noch peinlicher!

Trotz wirtschaftlichem Abstieg: Habeck will sich bisher nicht als Minister „auswechseln“ lassen.
Habeck spricht daraufhin nur über den Rücktritt der Grünen Bundesparteispitze: „Das ist ja was Seltenes, dass Parteivorsitzende für schlechte Wahlen eine Verantwortung übernehmen.“ Weiter erklärt er: „Viele Leute, mich eingeschlossen, tragen ganz viel und vielleicht sogar mehr Verantwortung. Der Bundesvorstand der Partei sagt, wir geben euch die Chance neu aufzustellen, wir übernehmen da die Verantwortung.“ Dies wäre „was ganz Großes“.
Noch mehr Patzer von Habeck
Doch in den Habeck-Aussagen stecken noch mehr Patzer drin. Auch seine Sport-Vergleiche hinken.
- Habeck sagt: „Wir haben jetzt die erste Hälfte der Saison gespielt.“ Aber: das Jahr ist bereits drei Viertel herum.
- „Wir gehen hier nicht als Mittelfeldplatz vom Platz – und auch nicht als Absteiger“, so Habeck. Bedeutet: Der Wirtschaftsminister selbst nennt Deutschland damit streng genommen einen Absteiger.
- Habeck betonte: „Jetzt fangen wir doch mal wieder an, nach vorne zu spielen“. Allerdings: Das nach vorne spielen im Sport kann auch zum Abstieg führen – muss nicht im Aufstieg enden.
- Der Minister sagt: „Der Bundesvorstand der Partei sagt, wir geben euch die Chance neu aufzustellen, wir übernehmen da die Verantwortung.“ Bedeutet: Habeck gesteht ein, dass die Grünen-Spitze ihren Kopf auch für seine katastrophale Wirtschafts- und Klimapolitik hinhalten musste.

Verkündeten kürzlich ihren Rücktritt von der Grünen-Spitze: Omid Nouripour und Ricarda Lang. - „Und dann wechseln wir paar Leute ein und wieder aus. Und dann läuft das schon wieder“, meinte Habeck. Einen ähnlichen Vergleich machte er auch kürzlich gegenüber Politico auf eine mögliche Kanzlerkandidatur: „Es ist jetzt nicht so, und das ist der Unterschied zu 2021, dass man sagt ‚Oh, da ist ein Feld bereitet, bitte lass mich den Elfmeter schießen, ich muss ihn nur reinbringen‘. Sondern du wirst eingewechselt und es steht vier null gegen dich.“ Heißt: Habeck tut so, als hätte er mit der schlechten Ampel-Politik selbst gar nichts zu tun – tut gar so, als wird er jetzt erst eingewechselt.
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