Arbeitsunfähigkeit durch psychische Erkrankungen erreicht neuen Höchststand
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Im letzten Jahr stieg die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen bei Beschäftigten auf 130 Millionen Tage an.
Das sind vier Millionen mehr als im Jahr 2021. Eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag ergab, dass die volkswirtschaftlichen Kosten durch diese Erkrankungen einen neuen Höchststand von 17,2 Milliarden Euro erreichten, berichtet die Rheinische Post.
Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen stieg insbesondere bei Frauen von 75 Millionen im Vorjahr auf 77 Millionen im Jahr 2022. Bei Männern erhöhte sich diese Zahl von 51 Millionen auf 53 Millionen.
Die Gründe für diesen Anstieg sind vielfältig. Das Ministerium führt als Ursache für psychische Erkrankungen neben Krisen auch eine zunehmende Offenheit im Umgang damit an. Die Arbeitswelt ist starken Veränderungen ausgesetzt, wie beispielsweise durch Digitalisierung, Dekarbonisierung, demografischen Wandel und Fachkräftemangel.
Im Jahr 2022 gab es insgesamt 888,9 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage, was zu volkswirtschaftlichen Produktionsausfällen in Höhe von 118 Milliarden Euro führte.
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Redaktion
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