Asylbewerber, Hamas-Unterstützer, Clanfamilie: Polizei ermittelt nach Chialo-Angriff gegen Familie B.
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Nach dem Angriff mit einem Mikrofonständer auf den Berliner CDU-Kultursenator Joe Chialo ermittelt die Polizei gegen den 18-jährigen Helmi B. Das erfuhr NIUS exklusiv aus Sicherheitskreisen. Bei dem jungen Mann handelt es sich auch um einen der Akteure, bei denen es am Montag zu Hausdurchsuchungen gekommen war.
Nach Informationen von NIUS fand die Durchsuchung dabei in einem Flüchtlingsheim in der Haarlemer Straße in Berlin-Neukölln statt. Der Grund: Bei dem 18-jährigen B. handelt es sich um einen Asylbewerber, der im März 2024 aus Gaza nach Deutschland eingereist war. Aktuell ist Helmi B. für die Dauer des Verfahrens geduldet.
Am Montag durchsuchten Beamte die Räumlichkeiten von Helmi B. im Zusammenhang mit dem Angriff auf Chialo, der sich Mitte September zugetragen hat. Wie es in der Polizeimitteilung heißt, werde der 18 Jahre alte Mann des „Landfriedensbruchs in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung verdächtigt“. Er soll „am Abend des 12. September 2024 bei der Eröffnung des Zentrums für Kultur und Urbanistik aus einer Gruppe von etwa vierzig Personen einen Mikrofonständer in Richtung des Senators für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Joe Chialo, geworfen und dabei eine Frau getroffen haben“.
Videos des Bild-Reporters Iman Sefati zeigen einen in Kufiya verhüllten Angreifer, der das Mikrofon auf den weglaufenden Kultursenator schleudert. Inzwischen sind sich die Ermittler sicher, dass es sich dabei um den 18-jährigen Helmi B. handeln muss. „Der brutale Angriff hätte schlimme Folgen haben können – Menschen hätten schwer verletzt werden können!“, schrieb Reporter Sefati, der bei dem Angriff anwesend war.
Helmi B: polizeibekannt und hamasbegeistert
Die Sicherheitsbehörden haben Helmi B. dabei nicht nur wegen des Angriffs mit dem Mikrofonständer im Visier. Vielmehr vermutet man in B. einen radikalen Hamas-Unterstützer, der sich bereits an einer Vielzahl von israelfeindlichen Aktionen in der Hauptstadt beteiligt hat. Nach Informationen von NIUS ist der 18-Jährige unter anderem wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung polizeibekannt, unabhängig von den Vorfällen am 12. September. Seit Mai ordnet die Berliner Polizei ihm ein Dutzend Straftatbestände zu, die teilweise noch nicht verfolgt worden sind.

Mehrere Mitglieder der Familie B. sollen sich regelmäßig an israelfeindlichen Aktionen beteiligen. (Quelle: Instagram)
Auf seinem Instagram-Profil verbreitet Helmi B., der aus der Stadt Khan Younis im Gazastreifen stammt, radikal-islamistische Propaganda. Dabei gedenkt er gefallenen „Märtyrern“ und solidarisiert sich mit bewaffneten Hamas-Kämpfern. Sein Profil ist übertitelt mit den Worten: „Er liebt den Widerstand, die Hamas und ihren militärischen Flügel, die Märtyrer-Ezzedin-Brigaden Al-Qassam“. Dahinter prangen ein grünes Herz, ein rotes Dreieck und die Palästinenserflagge als Emojis.
Der Clan: einst einflussreich in Gaza – nun in Deutschland
Aus Sicherheitskreisen heißt es, dass es sich bei der Familie B. um einen eingewanderten Clan handelt. In der Hauptstadt haben Beamte bis zu 30 Familienangehörige identifiziert, die sich immer wieder an israelfeindlichen Aktionen beteiligt haben und vor allem in Neukölln aktiv sein sollen. Weil die Familie unter anderem in Khan Younis als einflussreich und vernetzt gilt, erhoffen sich Beamte nun auch aus der Auswertung des Handys Erkenntnis hinsichtlich möglicher Kontakte im Gazastreifen. Auch wird nach Informationen von NIUS geprüft, ob die Familie sich an weiteren illegalen Aktivitäten beteiligt haben könnte.
Derweil ist Helmi nicht das einzige Familienmitglied der B.s, das als dezidiert radikal gilt. Auch andere Familienmitglieder werden nach Informationen von NIUS von Sicherheitsbehörden beobachtet. Ermittler sollen dabei davon ausgehen, dass diese die Massaker vom 7. Oktober gefeiert haben und mit Hamas-Führungspersonal wie Yahya Sinwar und Abu Obadia sympathisieren sollen. Zudem zeigen Fotos, wie einige Mitglieder der Familie B. mit Sturmgewehren posieren, weshalb man glaubt, dass die Familie selbst am palästinensischen „Widerstand“ beteiligt gewesen sein könnte.

Immer wieder: Sympathiebekundung für bewaffnete Kämpfer von Hamas- und Al-Qassam-Brigaden.

Aus seiner Hamas-Sympathie macht Helmi B. kein Geheimnis.
Mit einer Ausweisung müssen weder Helmi noch seine Familienangehörigen derweil rechnen. Die Staatsbürgerschaft der B.s ist dabei nach Informationen von NIUS in den meisten Fällen „ungeklärt“. In den Gazastreifen könne zudem aktuell aufgrund des noch andauernden Kriegs zwischen Israel und Hamas ohnehin nicht abgeschoben werden.
Schauen Sie hier das NIUS Original „Morgengrauen. Der Terror-Überfall auf Israel vom 7. Oktober“:
Jan A. Karon
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