Bunker und Wehrkunde – Einschulung in ukrainischen U-Bahn-Stationen
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Überschattet vom andauernden Krieg hat in der Ukraine am 1. September das neue Schuljahr begonnen.
In der ostukrainischen Großstadt Charkiw, die häufig beschossen wird, versammelten sich die Schulkinder aus Sicherheitsgründen in den U-Bahn-Stationen. Aus der Großstadt Krywyj Rih veröffentlichten Medien am Freitag Bilder von Erstklässlern im Bombenschutzkeller.
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wünschte allen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern ein erfolgreiches Schuljahr. „Wir unternehmen jede Anstrengung, um die Sicherheit im Land wieder herzustellen“, schrieb er auf der Plattform X, die früher Twitter hieß. „Selbst die größten Träume gehen in Erfüllung für diejenigen, die ernsthaft entschlossen sind, für sie zu arbeiten, und die Unterstützung anderer bekommen.“

Einschulungszeremonie unter der ukrainischen Stadt Charkiw.
Insgesamt habe für rund 3,7 Millionen ukrainische Kinder und Jugendliche das neue Schuljahr begonnen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. „Und es wird der Tag kommen, an dem der 1. September in unserem ganzen Land friedlich und sicher sein wird“, versprach er.
Schulstart in Russland mit Propaganda
Der von Moskau vor anderthalb Jahren begonnene Angriffskrieg gegen die Ukraine prägt auch die russischen Schulen immer stärker. Die Unterrichtseinheiten zu Sicherheit und Schutz vor Katastrophen werden ab der zehnten Klasse wieder um Wehrkunde ergänzt – mit Marschieren und Waffenkunde. Mit Beginn des neuen Schuljahres führte Russland zudem für Schüler der zehnten und elften Klassen ein neues Schulbuch ein. Vor allem in den Passagen zum Krieg gegen die Ukraine, der als „militärische Spezial-Operation“ bezeichnet wird, sehen kritische Beobachter reine Staatspropaganda.
So wird in erster Linie der Westen kritisiert, der eine „Destabilisierung innerhalb Russlands“ anstrebe. Darüber hinaus zitiert das Buch die Behauptung von Kremlchef Wladimir Putin, dass Russland mit seinem brutalen Angriffskrieg angeblich nur die seit Jahren im Donbass in der Ostukraine schwelenden Kämpfe beenden wolle.
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Philippe Fischer
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