Der verzweifelte Hilferuf der italienischen Polizei: „Die Einheiten auf Lampedusa stehen vor Zusammenbruch“
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- Der Generalsekretär der italienischen Polizeigewerkschaft Fsp hat sich angesichts der Lage auf Lampedusa mit einem Hilferuf an den Innenminister gewandt.
- Er beschreibt die Situation seiner Kollegen im Einsatz als „vor dem Zusammenbruch”.
- Die Kräfte seien den Anforderungen der Notlage nicht gewachsen, müssten permanent in Doppelschichten arbeiten.
„Die Abteilungen brechen zusammen! Die Kollegen sind erschöpft!”
Es ist ein verzweifelter Hilferuf, mit dem sich der Generalsekretär der italienischen Polizeigewerkschaft „Fsp“, Valter Mazzetti, an Innenminister Matteo Piantedosi und Polizeichef Vittorio Pisani richtet.
Chaos, Schmutz und Erschöpfung
In einem öffentlichen Brief beschreibt Mazzetti die „totale Erschöpfung der Polizeibeamten, der Frauen und Männer, die mutig und verantwortungsbewusst an der Aufgabe festhalten, die Rechtsstaatlichkeit zu gewährleisten”.

Lampedusa am Donnerstag-Nachmittag: Im Auffanglager ist Platz für 400 Menschen, alleine am Dienstag kamen 5000.
„Sie verharren Tag für Tag im Chaos, arbeiten unermüdlich, werden von Müdigkeit erdrückt, sind von Schmutz und erstickenden Dämpfen umgeben, der Witterung ausgesetzt, in Anspannung und Angst.”
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Feldbetten, Müll und überall Menschen. Die Zustände in den sogenannten „Hotspots“ auf Lampedusa sind unzumutbar.
Mazzetti vergleicht die Insel mit einer „großen Tankstelle, die vor Verzweiflung überquillt”, die Hafenkais beschreibt er als „riesige Biwaks mit Freiluftlatrinen”, das Meer als eine „chaotische Straße, auf der sich die Fahrzeuge drängen.”
NIUS ist vor Ort und berichtet über die neue Flüchtlingskrise an der EU-Außengrenze.
Ein Notfall, der alle in die Knie zwingt
Und der Appell wird noch eindringlicher: „Die Abteilungen brechen zusammen, weil die vorhandenen Kräfte den Anforderungen der Notlage nicht gewachsen sind und deshalb permanent in Doppelschichten gearbeitet wird, aber auch im Dreischichtbetrieb oder bei der Demontage. Während der Eskortierungsaktivitäten werden viele Mitarbeiter zu Recht an Bord der Schiffe eingesetzt, so dass die verbleibenden Kräfte auf der Insel die Präsenz zwischen dem Pier von Favaloro und dem Hot Spot sicherstellen und dann die verschiedenen Ankünfte verwalten müssen. Einhundert Mann (zwanzig pro Schicht) können nicht ausreichen, um einen Notfall abzudecken, der alle in die Knie zwingt.”
Sehen Sie hier das NIUS Original „Lampedusa. Der Ort, an dem Europa stirbt“:
Janina Lionello
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