Deutsche Bahn im Chaos: Sprinter-Strecken im kommenden Jahr voll gesperrt!
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- Strecken wie Mannheim - Frankfurt und Hamburg - Berlin werden ab kommendem Jahr über Monate gesperrt.
- Bahn-Vorstand Berthold Huber erklärt die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die nach der Fußball-Europameisterschaft beginnen sollen.
- Jeder dritte Bahnhof ist betroffen.
Die Deutsche Bahn stellt Bahnfahrer auf harte Zeiten ein. Der für das Schienennetz verantwortliche Vorstand, Berthold Huber, betont in einem Interview für die Magazine Stern und Capital, es werde zunächst mühsam bevor Besserung eintrifft. Der Grund für die Unannehmlichkeiten: Umfangreiche Sanierungsarbeiten, die im kommenden Jahr nach der Fußball-Europameisterschaft geplant sind.
Nicht nur Gleise, Weichen, Oberbau und Stellwerke sollen erneuert werden, es werden auch weitere Maßnahmen ergriffen, um die Kapazität zu erhöhen. Dadurch sollen wichtige Strecken wie Mannheim – Frankfurt und Hamburg – Berlin für mehrere Monate komplett gesperrt werden.

43 Strecken mit einer Gesamtlänge von circa 4.200 Kilometern werden von einer fünf Monate dauernden Vollsperrung betroffen sein. „Eine finale Entscheidung über die Korridore und die Reihenfolge möglicher Generalsanierungen ist noch nicht getroffen“, gab die Deutsche Bahn bekannt.
„Bis 2030 werden wir alle wichtigen Korridore saniert haben“, so Huber. Dennoch können Reisende bereits ab Ende des nächsten Jahres mit Verbesserungen rechnen.
Der Fahrgastverband äußert Bedenken hinsichtlich der Sanierungsarbeiten. Angesichts der bevorstehenden Baumaßnahmen befürchtet er, dass die Züge überfüllt sein werden. Für die Sanierung der Bahnstrecken stehen der Bahn 90 Milliarden Euro vom Bund zur Verfügung. Huber räumt ein, dass große Teile des deutschen Schienennetzes über Jahrzehnte vernachlässigt wurden. „Wir sind an einem Kipppunkt“, warnt er.
Wenn Anlagen ein bestimmtes Alter überschritten haben, steigt ihre Störanfälligkeit exponentiell. Dabei gesteht Huber ein, dass auch er Fehler gemacht habe. Er ist seit 25 Jahren in verschiedenen Führungspositionen bei der Bahn tätig.
Emilie Brummel
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