Die große Liebe von Romy Schneider: Französische Film-Ikone Alain Delon mit 88 Jahren verstorben
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Der französische Schauspieler Alain Delon ist tot. Wie seine drei Kinder Alain Fabien, Anouchka und Anthony Sonntagfrüh in einer gemeinsamen Erklärung der Nachrichtenagentur AFP mitteilten, starb der legendäre französische Filmstar im Alter von 88 Jahren „friedlich in seinem Haus in Douchy“ südlich von Paris.
Die Familie bitte „in diesem äußerst schmerzhaften Moment der Trauer“, ihre Privatsphäre zu respektieren. Der Schauspieler war nach mehreren Schlaganfällen bereits schwer krank. Seit Monaten lieferten sich seine drei Kinder einen heftigen Streit darüber, wo und wie ihr Vater behandelt werden soll. Zuletzt wurde Delons rechtliche Betreuung, die bisher vor allem für medizinische Entscheidungen zuständig war, auch auf seine Geldangelegenheiten ausgeweitet.
Noch während Delon lebte, stritten seine Kinder auch erbittert um das Testament ihres Vaters: Die Film-Legende hatte verfügt, dass Anouchka die Hälfte bekommen sollte, seine Söhne jeweils ein Viertel. Es ging um viel: Das Vermögen des Weltstars wird auf bis zu 300 Millionen Euro geschätzt.

Alain Delon und seine Touchter Anouchka beim Filmfestival in Cannes, wo der damals 83-Jährige für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde.
2019 für sein Lebenswerk ausgezeichnet – in Cannes
In mehr als einem halben Jahrhundert drehte Delon über 80 Filme, darunter Meisterwerke wie „Nur die Sonne war Zeuge“ und „Der Leopard“. Zum Mythos wurde er mit „Der eiskalte Engel“ unter der Regie von Jean-Pierre Melville. In den 1960er und 70er-Jahren war er durch Filme wie „Der Swimmingpool“ mit Romy Schneider oder „Borsalino“ mit Jean-Paul Belmondo berühmt geworden. 2019 wurde er beim Festival in Cannes mit der Goldenen Palme für sein Lebenswerk geehrt.

Alain Delon als Jeff Costello in „Der eiskalte Engel“.

Alain Delon im Film „Der Panther“.
Delon war zudem ein Frauenheld. Seine Affären füllten jahrelang die Seiten der Klatschpresse – vor allem seine Beziehung mit Romy Schneider, die 1982 gestorben war. Nach der Trennung von dem niederländischen Model Rosalie van Breemen im Jahr 2002 lebte Delon vorwiegend allein. Seine letzten Jahre verbrachte er auf seinem 1971 erworbenen Anwesen La Brûlerie in Douchy in Zentralfrankreich.
Redaktion
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