Die Welt setzt auf Fusionsenergie – aber Deutschland weiß es wieder besser …
Ein Beitrag von
Die Fusionsenergie ist ein vielversprechender Ansatz, um die Energieprobleme der Welt zu lösen. Doch während andere Länder auf dieser vielversprechenden Technologie aufbauen, hinkt Deutschland hinterher – aus Gründen, die eher politischer Natur sind als auf Fakten basieren.
Verschmelzung von Atomkernen ohne radioaktive Abfälle
Fusionsenergie ist eine Form der Energieerzeugung, die auf der Verschmelzung von Atomkernen basiert, ähnlich wie es im Inneren von Sternen passiert. Bei diesem Prozess wird eine enorme Menge an Energie freigesetzt, und im Gegensatz zur Kernspaltung entstehen keine langanhaltenden radioaktiven Abfälle.

Der Forschungsreaktor Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik. Das Institut in Greifswald setzt auf Kernfusion als eine Möglichkeit der Energiegewinnung, betreibt aber im Moment lediglich Grundlagenforschung dazu.
Das Potenzial liegt in der Erzeugung sauberer, nahezu unerschöpflicher Energie, ohne die mit fossilen Brennstoffen verbundenen Umweltauswirkungen.
Fusionsenergie kann die Welt verändern!
Die USA, angeführt von John Kerry als Sonderbeauftragter für den Klimawandel, haben auf der COP28-Konferenz in Dubai eine neue globale Strategie für die Fusionsenergie angekündigt. Kerry betonte die Bedeutung der Fusion als künftige Energielösung, nicht nur als wissenschaftliches Experiment.
Dass die USA in den Bereich der Fusionsenergie investieren, ist eine vielversprechende, zukunftsweisende Antwort auf den Wunsch, CO2-Emissionen zu reduzieren.

John Kerry bei der UN Klimakonferenz (COP28) in Dubai. Er war von 2013 bis 2017 Außenminister der USA.
Diese Ankündigung markiert einen bedeutsamen Schritt für die USA, die ihre Führungsposition in der internationalen Fusionsforschung wiederherstellen möchten – eine Position, die seit den späten 1980er Jahren stetig erodiert ist.
Kerrys Ankündigung könnte nicht nur die Fusionstechnologie in den Mittelpunkt der globalen Bühne rücken, sondern auch die gesamte Diskussion um die Reduzierung von CO2-Emissionen auf den Kopf stellen. Fusion bietet nicht nur eine potenziell unbegrenzte Energiequelle, sondern symbolisiert auch einen Aufwärtstrend in der menschlichen Zivilisation.
Was bedeutet das für Deutschland?
Während andere Nationen verstärkt in Fusionstechnologien investieren, hat Deutschland bisher keine Fokussierung auf dieses Thema bekannt gegeben. Die USA, das Vereinigte Königreich, Japan und China haben bereits starke nationale Zusagen gemacht und auch private Investitionen in Fusionstechnologien steigen rasant an.
Während die ideologische Energiepolitik in Deutschland nur auf sinnfreien Verzicht und letztendlich die Deindustrialisierung des Landes setzt, ist die Fusionsenergie geprägt von einer positiven Vision für Entwicklung und Fortschritt. Mit ihr ist ein positives Menschenbild verbunden, das den Menschen nicht in erster Linie als Zerstörer des Planeten betrachtet.
Für Deutschland, eine – bisher – führende Wirtschaftsnation, könnte die Nichtteilnahme an der Fusionstechnologie bedeuten, dass es den Anschluss an eine der vielversprechendsten Lösungen für die Energiezukunft verliert.
Es bleibt zu hoffen, dass Deutschland und andere Nationen sich der Bedeutung der Fusion als Lösung für die Energieversorgung der Zukunft bewusst werden und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um auf diesem Gebiet ebenfalls eine führende Rolle zu spielen.
Lesen Sie auch:
Während die Welt auf Kernkraft setzt, startet Niedersachsen mit dem Abriss von AKW Grohnde
Diego Faßnacht
Artikel teilen
Kommentare