Dieser Island-Vulkan spuckt so viel CO2 aus wie 1,5 Tempolimits sparen
Ein Beitrag von
Jetzt ist passiert, was sich bereits seit Wochen durch Erdbeben angekündigt hat ...
Eine 120 Meter hohe Lava-Fontäne schießt in den Nachthimmel: Auf der Reykjanes-Halbinsel in Island ist ein Vulkan ausgebrochen. Die Eruption passierte am Sundhnjúka-Krater nahe dem Ort Grindavík. Aus einem inzwischen vier Kilometer langen Spalt im Boden strömen 100 bis 200 Kubikmeter Lava pro Sekunde aus – und mit der Lava auch Asche und jede Menge Treibhausgase!

4 Kilometer ist der Spalt im Boden lang, aus dem die Lava austritt.
Der Ausbruch könnte bis zu 3 Millionen Tonnen CO2 verursachen
Nach Einschätzung eines Vulkanologen vor Ort könnte die Eruption eine Woche bis zehn Tage andauern und mit Millionen Tonnen CO2 zu einer immensen Belastung für das Klima werden.
Beim Ausbruch des Mount St. Helens in den USA im Jahr 1980 wurden beispielsweise in nur 9 Stunden etwa 10 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre geschleudert. Der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull in Island im Jahr 2010 dauerte drei Wochen, blockierte mit seiner Rauchwolke den Flugverkehr in Nordeuropa und stieß pro Tag zwischen 150.000 und 300.000 Tonnen CO2 aus. Das sind, über die Dauer von drei Wochen gerechnet, bis zu 6 Millionen Tonnen des Treibhausgases und seiner Äquivalente.

2010 dauerte der Ausbruch des Eyjafjallajökull ganze drei Wochen an.
Heißt: Dauert der Ausbruch des Grindavík-Vulkans wirklich zehn Tage und werden ebenfalls 300.000 Tonnen CO2 ausgestoßen, könnte der Ausbruch bis zu 3 Millionen Tonnen CO2 verursachen.
Zur Einordnung, wie viel das ist: Eine der beliebtesten Klima-Forderungen von Grünen und Klimaklebern ist das Tempolimit auf deutschen Autobahnen, welches bis zu 1,9 Millionen Tonnen CO2 sparen könnte. Der Ausbruch des Grindavík-Vulkans könnte also in wenigen Tagen mehr als anderthalbmal so viel Kohlendioxid verursachen, wie ein Tempolimit in anderthalb Jahren einsparen könnte.
Mit Blick auf die weltweiten Emissionen von Treibhausgasen der Menschheit ist der natürliche Ausstoß von CO2 durch Vulkan-Ausbrüche und andere Natur-Ereignisse relativ gering, wie eine Studie aus dem Jahr 2019 zeigt. Mit jährlich knapp 40 Gigatonnen CO2-Äquivalenten stößt der Mensch demnach zwischen 40 und 100 Mal mehr aus.
Dass Vulkan-Ausbrüche also den Klimawandel entscheidend beschleunigen, ist durch Zahlen und Fakten nicht gedeckt – im Gegenteil.
Dennoch stoßen große Vulkan-Ausbrüche – wie derzeit in Island – riesige Mengen CO2 aus und führen diskutierte Einsparungs-Maßnahmen in kürzester Zeit aufgrund ihrer relativ kleinen Wirkung ad absurdum.
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare