Dieses Jahr schon wieder mehr als 100.000 Asylanträge!
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Die Migrationskrise in Deutschland spitzt sich weiter zu. Schon wieder liegt die Zahl der Asylanträge über der Marke von 100.000. Damit überschreitet das Land seit zwölf Jahren in Folge den Hunderttausender-Wert. Und das, obwohl seit Oktober 2023 stationäre Grenzkontrollen verstärkt stattfinden.
Im Jahr 2024 sind bereits bis Ende Mai 103.467 Erstanträge auf Asyl gestellt worden. Das geht aus dem neuen Bericht des Bundes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor. Das waren 18 Prozent weniger als in den ersten fünf Monaten des Vorjahres (125.566). Auch im Mai wurden mit 17.231 Erstanträgen etwas weniger als noch im April vom BAMF entgegengenommen (minus 1,5 Prozent).
Doch: die Zahl von Asylanträgen ist mit über 100.000 Stück weiterhin auf einem hohen Stand!
Vor allem im Vergleich zu den letzten Jahren liegen die Zahlen deutlich über die Zuwanderungswerte von 2017 bis 2022 UND über der Jahre vor der Migrationskrise 2015/2016.

Trotz der Ausweitung stationärer Grenzkontrollen zu deutschen Landgrenzen bleibt die Zahl von Asylanträgen auf hohem Niveau.
Bei Asyl: Syrien bleibt Top-Herkunftsland
Weiterhin bleiben 2024 die Top-Herkunftsländer bei den Asylanträgen: Syrien (32.003 Erstanträgen), Afghanistan (16.161) und die Türkei (13.741).
Insgesamt wurden bis Ende Mai im Jahr 2024 131.750 Erst- und Folgeanträge entschieden. Davon: Syrien mit 44.254 Entscheidungen, Afghanistan mit 19.685 Entscheidungen und Türkei mit 17.741 Entscheidungen.
Das bedeutet: Deutschland überschreitet seit zwölf Jahren in Folge in JEDEM Jahr den 100.000-Wert von Asylanträgen.
Ende Mai 2024 lag die Zahl der anhängigen Verfahren – die noch nicht entschieden wurden – bei insgesamt 236.187 Stück. Im Vergleich zum Vormonat (238.191) ist die Zahl um 0,8 Prozent gesunken.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD)
Seit Mitte Oktober 2023 wurden stationäre Kontrollen bei den Grenzregionen zu Polen, Tschechien und der Schweiz ausgeweitet. Im April sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zu den leicht sinkenden Asylzahlen: „Das zeigt, dass unser Handeln wirkt.“ Die Grenzkontrollen sollen nun bis mindestens Dezember wegen illegaler Migration verlängert werden.
Zara Riffler
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