Dieter Nuhr: „Die Regierung hat mehr Porzellan zerkloppt als alle Regierungen vor ihr“
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Er kann NUHR Klartext!
Kabarettist Dieter Nuhr (63) wirft der Bundesregierung außenpolitisches Versagen vor. „Die derzeitige Regierung hat, glaube ich, mehr Porzellan zerkloppt als alle Regierungen vor ihr. Was Nancy Faeser in Katar gemacht hat, während der Fußballweltmeisterschaft, war einfach verheerend. Das war ein Akt, das hätte man einem Kindergartenkind zugetraut. Aber dass eine deutsche Innenministerin da hinfährt, sich vor der Loge erst mal halb auszieht und dann diese blöde Binde trägt, anstatt Diplomatie zu suchen.“
Nancy Faeser war während der Fußballweltmeisterschaft 2022 nach Katar gereist und hatte während eines Spiels der deutschen Nationalmannschaft eine Regenbogenbinde getragen, die im Vorfeld vom Gastgeberland und der Fifa verboten worden war.
Nuhr sagte im Gespräch mit „Schuler! Fragen was ist“, die Aufgabe von Politik auf internationalem Terrain sei es, Diplomatie zu suchen. Faeser habe das Gegenteil davon betrieben. „Deutschland wird seitdem als lächerlich wahrgenommen und Frau Faeser hat alleine einen riesigen Anteil daran. Das war eine Ignoranz, die die ganze Welt fassungslos gemacht hat.“
Faeser stehe damit aber nicht alleine in der Bundesregierung. Nuhr sagte über die Außeministerin: „Annalena Baerbock, die überall hinfährt und der Welt – antikolonialistisch natürlich! – erklärt, wie sie zu leben hat. Das ist eine Ignoranz, das merken die Menschen. Da, wo die hinfahren, wird Porzellan zerschlagen. Und Diplomatie heißt, zu akzeptieren, dass der andere anders ist und einen Weg zu finden, die eigenen Interessen durchzusetzen. Ich glaube, dass das vollständig verloren gegangen ist in unserer Außenpolitik. Die Außenpolitik scheint sich mir nur noch nach innen zu richten. Zeichen, die sich an die eigene Gesellschaft richten, werden da gegeben und es wird nicht mehr Außenpolitik betrieben. Und das ist verheerend für unser Land.“
Baerbock? „Einfach amateurhaft“
Sein Urteil über Baerbocks Arbeit: „Einfach amateurhaft. Ich glaube auch, dass im Amt, im Auswärtigen Amt selber die Leute die Diplomatie gelernt haben, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber deswegen werden Experten in diesen Ämtern auch weitgehend entsorgt und durch eigene Leute ersetzt. Die nicken. Das hat verheerende Wirkung und hinterlässt bei mir den Eindruck, dass Deutschland sich außenpolitisch komplett isoliert und das Ganze, dass sogar auch das Gegenteil der Ziele erreicht werden, dass niemand mehr unsere Kritik ernst nimmt.“
Dabei gäbe es viel zu tun. Den Kampf gegen den Klimawandel nimmt Nuhr ernst. Und der sei nur zu gewinnen, wenn man sich auf internationale Projekte und Maßnahmen stürze. Nuhr: „Und darüber höre ich von Habeck oder von den Grünen eben kein Wort. Ich höre, das Frau Baerbock in die Welt hinaus fährt und feministische Außenpolitik betreibt. Dass Klimaschutz da nicht an erster Stelle steht, sondern gesellschaftliche Vorstellungen, die man vermeintlich besser hält, die man in die Welt exportieren möchte.“
Die aktuellen Bemühungen der Bundesregierung im Kampf gegen den Klimawandel bewertet Nuhr so: „Ich glaube nicht, dass wir das dadurch bekämpfen, dass wir Wohnen unbezahlbar machen in Deutschland.“
Ralf Schuler
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