Im Gespräch sagte der 54-Jährige zudem, dass die Situation für die Grünen aktuell schwieriger als bei der letzten Wahl 2021 sei. Dabei bemühte Habeck eine Fußball-Metapher. Die Situation auf dem Feld sei demnach kompliziert: „Du wirst eingewechselt, und es steht vier zu null gegen dich.“ Er sei prinzipiell bereit, die Positionen der Grünen „zu korrigieren“ und gemeinsam etwas „Neues“ zu erschaffen. Habeck betonte zudem, dass es eine grüne Standortbestimmung brauche: „Alle müssen sich klarmachen, auch jetzt meine Partei, was wir eigentlich wollen.“
Der Titel des Kanzlerkandidaten sei „doch ehrlicherweise ganz egal, wenn ich das jetzt so sagen darf“, so Habeck. „Das ist die unwichtigste Frage.“ Ihm gehe es darum, „dass wir, bevor wir uns über Titel unterhalten und über Strategie Vertrauen aufbauen müssen, dem Land ein Angebot machen und wieder da ansetzen, wo wir 2020/2021 waren“.

Wirtschaftsminister Robert Habeck, Außenministerin Annalena Baerbock und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)
Bei der letzten Bundestagswahl waren die Grünen mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin ins Rennen gegangen. Baerbock hat inzwischen ihren Verzicht auf eine neuerliche Kanzlerkandidatur erklärt – im Interview mit dem US-Sender CNN. In den letzten Wochen war darüber spekuliert worden, ob Habeck grüner Kanzlerkandidat werden möchte. Prinzipielle Ambitionen hat Habeck nun geäußert.
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