Einreise per Transfer-Trick: Achtmal mehr kubanische Asylanträge als im Vorjahr
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- Seit Anfang des Jahres verachtfachte sich die Zahl der asylsuchenden Kubaner in Deutschland.
- Alleine in diesem Jahr gab es 607 Asyl-Gesuche. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2022 waren es nur 73
- Die Kubaner nutzen zur Einreise ein einfaches Prinzip und tricksen die Behörden aus.
Achtmal so viele Asylanträge aus Kuba meldet das Innenministerium. Dahinter steckt jedoch keine neue Krise im kleinen, kommunistischen Inselstaat. Vielmehr nutzen verzweifelte Kubaner einen Trick, um in wirtschaftsstarken Ländern ein neues Leben aufzubauen.
Und so soll der Trick funktionieren: Kubaner buchen sich einen Flug für eine Reiseziel, welches sie visafrei besuchen dürfen. Aktuell heiße Städte für diesen Trick: Dubai oder Belgrad. Denn mit einem kubanischen Pass sind die Reisemöglichkeiten limitiert. 58 Länder erlauben für Kubaner aktuell eine visafreie Einreise.
Asyl-Antrag im Transit-Bereich des Flughafens
Bei Buchung des Fluges nach Belgrad machen die Kubaner vom Transitprivileg Gebrauch und nutzen diese Regelung aus. Denn an insgesamt fünf Flughäfen in Deutschland brauch ein kubanischer Bürger kein Visum für den Transit-Bereich des Flughafens. Folgende Städte sind entsprechend bei kubanischen Umsteige-Passagieren beliebt:
- Frankfurt/Main
- Berlin
- München
- Hamburg
- Düsseldorf
Idealerweise bucht sich der Kubaner dann einen Flug mit Umstieg an einem dieser Flughäfen. Angekommen in Deutschland steigen die Flüchtlinge aus dem Flugzeug und melden sich umgehend bei der Polizei, wo sie einen Antrag auf Asyl stellen. Diese Masche ist bekannt und sorgte letztes Jahr für insgesamt 302 sogenannte „Transit Abspringer“.

Als vermeintlich normale Touristen flüchten Kubaner über den Ozean per Flugzeug. (Symbolbild)
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Heiko Teggatz, zeigt sich empört. „Es kann nicht sein, dass durch einen simplen Trick, nämlich einen Transitflug, der Schengener Grenzkodex ausgehebelt werden kann. Asyl- und Schengenrecht gehören dringend auf den Prüfstand“, sagt der 50-Jährige zu Bild am Sonntag. Fakt ist allerdings auch: Mehr als 90 Prozent der Anträge auf Asyl aus Kuba werden in Deutschland abgelehnt.
Marc Sierzputowski
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