Ex-SPD-Oberbürgermeister jetzt bei Wagenknecht: „Bleibe sozialdemokratischen Grundsätzen treu“
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Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat sich am Montag offiziell als Partei gegründet. Der ehemalige Linken-Politiker Fabio De Masi und der langjährige SPD-Politiker Thomas Geisel sollen die Partei in die Europawahl führen. Vor allem letzterer ist wohl für einige eine überraschende Personalie – hatte der ehemalige Oberbürgermeister von Düsseldorf noch vor kurzem angekündigt, für immer Sozialdemokrat bleiben zu wollen.
Auf die Frage eines WDR-Reporters auf der Pressekonferenz zur Parteigründung, ob er nach diesem Wortbruch noch glaubwürdig sei, antwortete Geisel:
„Das ist überhaupt kein Sinneswandel. Ich habe diesen Satz bei meiner Ehrung sehr bewusst so gesagt. Wer meine gesamte Rede bei diesem Anlass gehört hat, wird gemerkt haben, dass ich schon damals sehr deutlich gemacht habe, dass Sozialdemokraten, die sozialisiert wurden in der Zeit von Willy Brandt und Helmut Schmidt, mittlerweile heimatlos in der SPD geworden sind. Ich habe nicht gesagt: ‚Ich werde mein Leben lang Mitglied der SPD bleiben‘. Ich werde mein Leben lang meinen sozialdemokratischen Grundsätzen treu bleiben und die sehe ich in dieser neuen Partei besser aufgehoben, als in der SPD.“

Christian Leye, Amira Mohamed Ali, Sahra Wagenknecht, Shervin Haghsheno, Thomas Geisel, Fabio de Masi (von links nach rechts) auf der Bundespressekonferenz am Montag.
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Die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht ist selbst zur Vorsitzenden ihrer neuen Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gewählt worden – in einer Doppelspitze mit der früheren Chefin der Linksfraktion, Amira Mohamed Ali.

Schon früher machte Fabio de Masi Wahlkampf für Sahra Wagenknecht.
Stellvertretender Vorsitzender ist der Unternehmer und Hochschulprofessor Shervin Haghsheno, Generalsekretär der Bundestagsabgeordnete Christian Leye.
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