Experten schlagen Alarm: Kampfhund-Rasse geht immer häufiger auf Menschen los
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- Immer mehr tödliche Angriffe durch Hundeangriffe
- Experte: Attacken gehen immer häufiger von einer speziellen Rasse aus.
- Trotzdem gehen Tierschützer für den „American Bully XL“ sogar auf die Straße.
In England sorgen neue Daten über Hundeattacken für Aufregung: Immer mehr Kampfhunde gehen auf Menschen los. Eine Rasse sorgt für besondere Aufmerksamkeit: Der American Bully XL. Es wird erneut klar: Kampfhunde sind hochgradig gefährlich – egal wie nett die Besitzer sind.
Experte: "Es wird schlimmer werden"
Neu erhobene Daten aus England zeigen, dass sich die Zahl der durch Hundeangriffe verursachten Todesfälle in letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt hat, von vier im Jahr 2021 auf einen Rekordwert von zehn im Jahr 2022. Ein anerkannter Hundeverhaltensforscher macht für diesen Anstieg auch den Bully XL verantwortlich. Stan Rawlinson sagte der britischen Daily Mail: „In den letzten 25 Jahren kam es im Durchschnitt zu drei Todesfällen durch Hundeangriffe pro Jahr. Davon hatten wir letztes Jahr zehn, davon waren bis zu sieben mit dem American Bully verbunden. Das wird nur schlimmer werden.“
Gleiche Zahlen findet man auch bei Pitbulls. Sie sind für über 60 Prozent aller Hundeangriffe und für 52 Prozent aller Todesfälle verantwortlich, obwohl sie in den USA nur 6 Prozent der Hundebevölkerung ausmachen. Häufig beißen Kampfhunde Kinder tot, wie die zehnjährige Jack Lis im November 2021 und die 17 Monate alte Bella-Rae Birch im März 2022. In den USA wurden mehr als die Hälfte aller durch Hunde getöteten Kinder von einem Pitbull getötet.
Mehr Beißkraft, mehr Muskeln – und hochaggressiv
Jede Hunderasse wurde zu gewissen Zwecken gezüchtet. Ein Pudel hat einen anderen Charakter als ein Border-Collie, ein Mops ein anderes Wesen als ein Schäferhund. Kampfhunde wurden gezüchtet, um andere Hunde in Hundekämpfen zu töten. Sie haben eine größere Beißkraft, mehr Muskeln, sind aggressiver, beweglicher, lassen sich schneller provozieren, weil diese Eigenschaften Teil ihrer DNA sind.
Umso verrückter ist der Trend, diese Killermaschine in Schutz zu nehmen – selbst, wenn sie Kinder verstümmeln oder Menschenleben auf dem Gewissen haben. Im Jahr 2014 gab es in Phoenix etwa den Killerhund Mickey, der auf den vierjährigen Kevin Vicente losging, ihm Kiefer, Augenhöhlen und Wangenknochen brach und ihn für sein Leben entstellte. Die Leute auf Social Media empfanden aber kein Mitgefühl für das Kind, sonder lieber für den Hund, der – zu Recht – eingeschläfert werden sollte. Gleiches geschah bei dem Bullterier Chico, der im Jahr 2018 seinen Besitzer und die Mutter des Hundehalters in einer Wohnung in Hannover tot biss. Der Hund sollte eingeschläfert werden, woraufhin hunderttausende Menschen in den sozialen Medien protestierten und sogar auf der Straße demonstrierten.
Es ist klar: Kampfhunde sind überzüchtete Killermaschinen. Denn auch, wenn das Vielen nicht passt: Ihr Wille zum Töten wurde ihnen angezüchtet, er liegt in ihrer DNA – egal wie nett und lieb ihre Besitzer sind.
Judith Sevinç Basad
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